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Eisensulfat ist eine gut lösliche Eisenverbindung, die den Körper mit dem lebenswichtigen Spurenelement Eisen versorgen kann und unter anderem in Lebensmitteln und Eisenpräparaten eingesetzt wird.
Eisensulfat bezeichnet eine Verbindung aus Eisen und Sulfat. Im Ernährungsbereich wird vor allem Eisen(II)-sulfat verwendet, das zweiwertiges Eisen (Fe²+) enthält. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und kann als Quelle für das essenzielle Spurenelement Eisen dienen.
Eisensulfat kommt in unterschiedlichen Hydratformen vor, beispielsweise als Eisen(II)-sulfat-Monohydrat oder Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat. Welche Form verwendet wird, hängt vom jeweiligen Anwendungsbereich und der gewünschten Zusammensetzung ab.
Eisen gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen und muss regelmäßig über die Ernährung aufgenommen werden. Ein großer Teil des Eisens im Körper befindet sich im roten Blutfarbstoff Hämoglobin.
Das in Eisen(II)-sulfat enthaltene Eisen liegt in zweiwertiger Form vor. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich im Dünndarm. Wie viel Eisen tatsächlich aufgenommen wird, hängt dabei nicht nur von der verwendeten Eisenverbindung, sondern auch von der individuellen Versorgung und der Zusammensetzung einer Mahlzeit ab.
Vitamin C kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen verbessern. Bestimmte Pflanzenstoffe wie Phytate sowie Polyphenole aus beispielsweise Kaffee oder schwarzem Tee können die Eisenaufnahme dagegen verringern.
Eisen steckt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln. Typische Eisenquellen sind:
Tierische Lebensmittel enthalten teilweise Häm-Eisen, das der Körper vergleichsweise gut aufnehmen kann. Pflanzliche Lebensmittel liefern überwiegend Nicht-Häm-Eisen, dessen Aufnahme stärker von anderen Bestandteilen einer Mahlzeit beeinflusst wird.
Eisensulfat wird in Lebensmitteln als Eisenverbindung eingesetzt, um den vorgesehenen Eisengehalt einer Rezeptur bereitzustellen. Auch in Folgenahrung kann es Bestandteil der Mineralstoffmischung sein.
Der individuelle Eisenbedarf unterscheidet sich nach Alter, Geschlecht und Lebensphase. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt erwachsenen Männern beispielsweise eine Zufuhr von 11 mg Eisen pro Tag. Für Frauen gelten je nach Lebensphase und Menstruationsstatus andere Referenzwerte. Auch für Säuglinge, Kinder, Schwangere und Stillende bestehen eigene Empfehlungen.
Entscheidend ist dabei die gesamte Eisenversorgung über die Ernährung. Eisenpräparate sollten insbesondere bei Verdacht auf einen Eisenmangel nicht ohne Anlass hoch dosiert eingenommen werden.
Höher dosiertes Eisensulfat in Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln kann bei manchen Menschen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Verstopfung verursachen. Die Dosierung eines Eisenpräparats sollte deshalb an den individuellen Bedarf angepasst werden.
Auch Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln sind möglich. Bei diagnostiziertem Eisenmangel oder einer längerfristigen Einnahme hoch dosierter Eisenpräparate ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.