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Eisensulfat, chemisch als Eisen(II)-sulfat (FeSO₄) bekannt, ist ein anorganisches Eisensalz, das in der Medizin als orales Eisenpräparat weit verbreitet ist. Es gehört zur Gruppe der zweiwertigen Eisenverbindungen (Ferroverbindungen) und wird sowohl therapeutisch als auch prophylaktisch bei Eisenmangel und Eisenmangelanämie eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie ist Eisensulfat unter der Bezeichnung E 520 als Zusatzstoff zugelassen.
Eisen ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Bildung von Hämoglobin – dem sauerstofftragenden Protein in den roten Blutkörperchen – unverzichtbar ist. Eisensulfat liefert zweiwertiges Eisen (Fe²+), das im Dünndarm deutlich besser resorbiert wird als dreiwertiges Eisen (Fe³+). Nach der Aufnahme in die Darmzellen wird Eisen an das Transportprotein Transferrin gebunden und zu den Zielorganen, insbesondere dem Knochenmark, transportiert. Dort wird es in die Synthese von Hämoglobin und Myoglobin eingebaut und trägt so zur Normalisierung der roten Blutkörperchen bei.
Die Dosierung von Eisensulfat richtet sich nach Alter, Körpergewicht und Schwere des Eisenmangels. Typische Tagesdosen für Erwachsene liegen zwischen 100 und 200 mg elementarem Eisen, aufgeteilt auf ein bis drei Einzelgaben. Eisensulfat wird am besten auf nüchternen Magen eingenommen, da die Resorption durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme vermindert werden kann. Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C (Ascorbinsäure) kann die Eisenaufnahme verbessern, da Vitamin C Fe³+ zu Fe²+ reduziert.
Eisensulfat ist im Allgemeinen gut verträglich, kann aber insbesondere im Magen-Darm-Trakt Nebenwirkungen verursachen:
Um Magenprobleme zu reduzieren, kann Eisensulfat mit einer kleinen Menge Nahrung eingenommen werden, auch wenn dies die Resorption leicht verringert.
Eisensulfat kann mit verschiedenen Substanzen in Wechselwirkung treten:
In der Lebensmittelindustrie wird Eisensulfat als Festigungsmittel und zur Farbanreicherung eingesetzt, zum Beispiel bei bestimmten Gemüsekonserven. In der EU ist es als Zusatzstoff unter der Nummer E 520 zugelassen und gilt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als sicher.
Eisensulfat sollte nicht eingenommen werden bei: