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Senkwehen sind schwache, unregemäßige oder regelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter, die typischerweise in den letzten Wochen der Schwangerschaft auftreten – meist zwischen der 36. und 40. Schwangerschaftswoche. Sie dienen dazu, den Kopf des Kindes tiefer in das mütterliche Becken zu senken und den Körper auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Senkwehen gehören zu den sogenannten Vorwehen oder Vorboten der Geburt und sind kein Zeichen für einen beginnenden Geburtsvorgang.
Senkwehen entstehen durch hormonelle Veränderungen im mütterlichen Organismus, insbesondere durch den Anstieg des Hormons Oxytocin sowie durch eine veränderte Balance zwischen Östrogen und Progesteron. Diese Hormonschwankungen fördern die Kontraktionsbereitschaft der Gebärmuttermuskulatur. Gleichzeitig tritt der kindliche Kopf durch das Gewicht des Kindes tiefer in das Becken ein, was den Druck auf die Gebärmutter erhöht und die Wehentätigkeit zusätzlich anregt.
Senkwehen unterscheiden sich von echten Geburtswehen in mehreren Punkten:
Es ist wichtig, Senkwehen von echten Geburtswehen zu unterscheiden. Echte Geburtswehen (auch Eröffnungswehen genannt) sind:
Als Faustregel gilt: Wenn Kontraktionen regelmäßig alle 5 bis 10 Minuten auftreten, länger als 30 bis 60 Sekunden andauern und an Intensität zunehmen, sollte umgehend eine Hebamme oder ein Krankenhaus kontaktiert werden.
Senkwehen werden in der Regel klinisch diagnostiziert, d. h. durch Beobachtung der Wehentätigkeit und ein Gespräch mit der Schwangeren. Bei Unsicherheit kann eine Kardiotokografie (CTG) durchgeführt werden – ein Verfahren, das die Herzaktivität des ungeborenen Kindes und die Uterusaktivität gleichzeitig aufzeichnet. Zusätzlich kann eine vaginale Untersuchung zeigen, ob der Gebärmutterhals bereits geöffnet oder verknöchert ist, was auf den Beginn der Geburt hinweisen würde.
Senkwehen sind physiologisch und in den meisten Fällen harmlos. Dennoch sollten Schwangere ärztlichen oder hebammlichen Rat einholen, wenn:
Da Senkwehen ein normaler physiologischer Vorgang sind, ist keine medizinische Behandlung notwendig. Folgende Maßnahmen können jedoch Erleichterung verschaffen: