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Zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat verändert sich die Ernährung eines Babys zunehmend. Neben Milch und Breimahlzeiten gewinnen feste Lebensmittel und die gemeinsame Familienkost an Bedeutung. Der Übergang erfolgt schrittweise und muss nicht an einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen sein. Entscheidend sind eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, eine geeignete Konsistenz und eine sichere Zubereitung.
Auch im späten Säuglingsalter bleibt Milch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Muttermilch kann weiterhin nach Bedarf angeboten werden. Mit zunehmender Beikost reduzieren sich bei vielen Babys die reinen Milchmahlzeiten. Eine feste Vorgabe für die Anzahl der Milchmahlzeiten gibt es jedoch nicht, da der individuelle Bedarf unterschiedlich ist.
Kuhmilch kann bereits im Beikostalter in begrenzter Menge als Bestandteil eines Milch-Getreide-Breis verwendet werden. Als Getränk sollte sie erst gegen Ende des ersten Lebensjahres eingeführt werden. Für die Zubereitung von Speisen eignet sich pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Vollmilch. Rohmilch sollte für Babys nicht verwendet werden, da sie Krankheitserreger enthalten kann. Auch stark gesüßte Milchprodukte wie Fruchtjoghurt oder Milchdesserts sind für die Ernährung im ersten Lebensjahr nicht erforderlich.
Auch im Alter von 10 bis 12 Monaten können Breimahlzeiten weiterhin Bestandteil des Speiseplans sein. Gleichzeitig wird die Konsistenz der Nahrung zunehmend gröber und fester. Zu den klassischen Beikostmahlzeiten gehören:
Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte insbesondere auf eisenreiche Lebensmittel geachtet werden. Vitamin-C-reiches Obst oder Gemüse kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern.
Ab etwa dem 10. Monat können viele Babys zunehmend an den gemeinsamen Familienmahlzeiten teilnehmen. Weiche Lebensmittel können selbstständig mit den Händen aufgenommen und zum Mund geführt werden. Fingerfood bietet dabei eine Möglichkeit, die Selbstständigkeit beim Essen zu fördern. Für die Familienkost eignen sich beispielsweise:
Die Lebensmittel sollten weich sein und eine für das Entwicklungsstadium geeignete Größe und Form haben. Harte, kleine oder runde Lebensmittel stellen dagegen ein erhöhtes Risiko für Verschlucken dar.
Fingerfood kann die klassische Beikost ergänzen. Bei einem ausschließlich babygeleiteten Beikostansatz sollte besonders darauf geachtet werden, dass ausreichend energie- und nährstoffreiche Lebensmittel angeboten werden. Insbesondere die Versorgung mit Eisen und Zink verdient Aufmerksamkeit.
Mahlzeiten für Babys sollten möglichst wenig Salz und keinen zugesetzten Zucker enthalten. Stark gesalzene Fertigprodukte, Süßigkeiten und gesüßte Getränke sind für die Ernährung im ersten Lebensjahr nicht notwendig. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Konsistenz und Form der Lebensmittel. Ganze Nüsse, harte rohe Gemüsestücke sowie ganze Weintrauben oder Kirschtomaten sollten aufgrund der Verschluckungsgefahr nicht angeboten werden. Geeignete Lebensmittel müssen entsprechend weich zubereitet und je nach Form zerkleinert werden.
Als Getränk eignet sich insbesondere Wasser. Mit zunehmender Aufnahme fester Nahrung steigt der Bedarf an zusätzlicher Flüssigkeit. Wasser kann zu den Mahlzeiten und bei Bedarf auch zwischendurch aus einem geeigneten Becher angeboten werden. Ungesüßte Tees können ebenfalls gelegentlich angeboten werden. Süße Getränke, Fruchtsäfte und gesüßte Tees sind nicht erforderlich.
Starre Portionsgrößen sind in diesem Alter nicht notwendig. Das Kind sollte entsprechend seinem Hunger und Sättigungsgefühl essen können. Eine abwechslungsreiche Auswahl an geeigneten Lebensmitteln bildet dabei die Grundlage.
Neben einer ausgewogenen Ernährung spielen im ersten Lebensjahr auch Vitamin D und Fluorid eine wichtige Rolle. Für Säuglinge wird in Deutschland eine tägliche Vitamin-D-Gabe empfohlen. Auch Fluorid wird zur Kariesvorbeugung empfohlen. Welche Form der Fluoridzufuhr geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, ob bereits Zähne durchgebrochen sind und ob fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird. Eltern sollten die individuelle Anwendung mit der Kinderarzt- oder Zahnarztpraxis abstimmen.
Einige Lebensmittel sind im ersten Lebensjahr aufgrund von Verschluckungs- oder Infektionsgefahren ungeeignet.
Mit zunehmender Entwicklung können Breie schrittweise gröber angeboten und durch weiche Familienkost ergänzt werden. Fingerfood unterstützt das selbstständige Essen und den Umgang mit unterschiedlichen Lebensmittelkonsistenzen. Gleichzeitig bleiben eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen sowie die Vermeidung von Verschluckungs- und Infektionsgefahren entscheidend. Die Ernährung eines Babys mit 10 bis 12 Monaten muss dabei keinem starren Plan folgen. Im Mittelpunkt stehen eine ausgewogene Auswahl geeigneter Lebensmittel, altersgerechte Zubereitungsformen und der individuelle Entwicklungsstand des Kindes.
Nein. Mit zunehmender Entwicklung können viele Kinder im Alter von etwa 12 Monaten bereits überwiegend an der Familienkost teilnehmen. Brei kann jedoch weiterhin angeboten werden, wenn er gerne gegessen wird. Ein fester Zeitpunkt für das vollständige Absetzen von Breimahlzeiten ist nicht erforderlich.
Mit zunehmender Aufnahme fester Nahrung wird zusätzlich zur Milch Flüssigkeit benötigt. Wasser ist dafür das bevorzugte Getränk. Die tatsächlich benötigte Menge hängt unter anderem von der aufgenommenen Nahrung, der Temperatur und dem individuellen Bedarf ab.
Der Übergang beginnt häufig ab etwa dem 10. Lebensmonat und erfolgt schrittweise. Gegen Ende des ersten Lebensjahres können viele Kinder zunehmend an einer altersgerecht zubereiteten Familienkost teilnehmen. Brei oder Milchmahlzeiten können dabei weiterhin Bestandteil des Speiseplans bleiben.
Quellen
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