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7 SSW

Die 7. Schwangerschaftswoche (7 SSW) im Überblick

Die 7. Schwangerschaftswoche (7 SSW) gehört zum ersten Trimester der Schwangerschaft und ist eine Phase intensiver embryonaler Entwicklung. Gerechnet wird die Schwangerschaftswoche in der Regel nach dem ersten Tag der letzten Menstruation (SSW nach LMP). In der 7 SSW ist der Embryo etwa 5 Wochen alt (Embryonalalter) und hat eine Länge von ungefähr 5 bis 13 Millimetern.

Entwicklung des Embryos in der 7 SSW

In der 7. Schwangerschaftswoche finden zahlreiche bedeutende Entwicklungsschritte statt:

  • Das Gehirn und das Nervensystem entwickeln sich rasant weiter. Die Großhirnhemisphären beginnen sich zu formen.
  • Das Herz des Embryos schlägt bereits und kann häufig per Ultraschall sichtbar gemacht werden.
  • Die Anlagen für Augen, Ohren, Nase und Mund sind erkennbar.
  • Die Gliedmaßen (Arm- und Beinknospen) wachsen weiter; Finger und Zehen beginnen sich zu formen.
  • Innere Organe wie Leber, Pankreas und Lunge befinden sich in der Anlagebildung.
  • Der Dottersack versorgt den Embryo noch mit Nährstoffen, während die Plazenta weiter heranwächst.

Körperliche Veränderungen bei der Mutter in der 7 SSW

In der 7 SSW bemerken viele Schwangere deutliche körperliche Veränderungen, die durch den Anstieg der Schwangerschaftshormone – insbesondere hCG (humanes Choriongonadotropin) und Progesteron – ausgelöst werden:

  • Müdigkeit und Erschöpfung: Ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis ist typisch für das erste Trimester.
  • Morgengrauen / Übelkeit: Viele Schwangere leiden in der 7 SSW unter Schwangerschaftsübelkeit, die nicht nur morgens, sondern zu jeder Tageszeit auftreten kann.
  • Empfindliche Brüste: Die Brust kann gespannt, vergrößert und berührungsempfindlich sein.
  • Häufiger Harndrang: Die Gebärmutter wächst und übt Druck auf die Blase aus.
  • Veränderter Geschmackssinn und Geruchsempfindlichkeit: Viele Frauen reagieren in der 7 SSW empfindlich auf bestimmte Geruch oder Speisen.
  • Stimmungsschwankungen: Hormonelle Veränderungen können emotionale Hochs und Tiefs verursachen.

Ultraschall in der 7 SSW

Ein Ultraschall in der 7 SSW (Transvaginalsonographie oder abdominaler Ultraschall) kann folgende Informationen liefern:

  • Nachweis der Herzaktion des Embryos (Herzschlag sichtbar)
  • Bestimmung der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) zur Schätzung des Gestationsalters
  • Ausschluss einer Extrauteringravidität (Eileiterschwangerschaft)
  • Beurteilung der Lage des Fruchtsacks in der Gebärmutter

Ein Herzschlag in der 7 SSW ist ein positives Zeichen für eine sich normal entwickelnde Schwangerschaft. Die Herzfrequenz des Embryos liegt in dieser Phase typischerweise zwischen 100 und 160 Schlägen pro Minute.

Ernährung und Supplemente in der 7 SSW

Eine ausgewogene Ernährung ist in der 7 SSW besonders wichtig. Folgende Nährstoffe sind in der Frühschwangerschaft besonders relevant:

  • Folssäure (Folat): Unterstützt die Entwicklung des Neuralrohrs des Embryos. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 550 µg Folat-Äquivalente pro Tag für Schwangere.
  • Jod: Wichtig für die Schilddrüsenfunktion und die Gehirnentwicklung des Kindes. Empfohlen werden 230 µg pro Tag in der Schwangerschaft.
  • Eisen: Der Bedarf steigt in der Schwangerschaft deutlich an, um die Blutbildung für Mutter und Kind sicherzustellen.
  • Omega-3-Fettsäuren (DHA): Fördern die Gehirn- und Sehentwicklung des Embryos.
  • Vitamin D: Unterstützt den Knochenaufbau und das Immunsystem.

Bei starker Übelkeit sollten kleine, häufige Mahlzeiten bevorzugt werden. Lebensmittel wie trockene Cracker, Ingwer und kalte Speisen können die Übelkeit lindern.

Was sollte in der 7 SSW vermieden werden?

Bestimmte Verhaltensweisen und Substanzen können die Embryonalentwicklung beeinträchtigen und sollten in der 7 SSW unbedingt gemieden werden:

  • Alkohol: Es gibt keine bekannte sichere Menge. Alkohol kann schwere Entwicklungsstörungen verursachen (Fetales Alkoholsyndrom).
  • Nikotin und Rauchen: Erhöht das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburtlichkeit und Wachstumsverzögerungen.
  • Bestimmte Medikamente: Viele Arzneimittel sind in der Schwangerschaft kontraindiziert. Vor jeder Medikamenteneinnahme sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
  • Rohe oder nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel: Rohes Fleisch, roher Fisch und Rohmilchprodukte können gefährliche Erreger wie Listerien oder Toxoplasmen enthalten.
  • Starke körperliche Belastung und Stress: Moderate Bewegung ist empfehlenswert, extreme körperliche Anstrengung sollte vermieden werden.

Wann zum Arzt in der 7 SSW?

Einige Symptome in der 7 SSW erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung:

  • Starke Blutungen: Können auf eine drohende Fehlgeburt oder eine Extrauteringravidität hinweisen.
  • Starke einseitige Unterleibsschmerzen: Mögliches Zeichen einer Eileiterschwangerschaft.
  • Anhaltendes schweres Erbrechen (Hyperemesis gravidarum): Wenn normale Tätigkeiten nicht mehr möglich sind oder eine Dehydrierung droht.
  • Hohes Fieber: Kann eine Infektion anzeigen, die das Ungeborene gefährden kann.

Quellen

  1. Stauber, M. & Weyerstahl, T. (2013): Gynäkologie und Geburtshilfe. 4. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ernährung in der Schwangerschaft. Verfügbar unter: www.dge.de
  3. World Health Organization (WHO): Antenatal care for a positive pregnancy experience. WHO, Genf, 2016.
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