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Die Geburt, medizinisch auch als Partus oder Entbindung bezeichnet, ist der physiologische Prozess, durch den ein Kind nach der Schwangerschaft den Mutterleib verlässt. Eine normale Schwangerschaft dauert etwa 40 Wochen (280 Tage) ab dem ersten Tag der letzten Menstruation. Eine Geburt gilt ab der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche als termingerecht (reif), früher als Frühgeburt und nach der 42. Woche als Übertragung.
Die Geburt verläuft in der Regel in drei klassischen Phasen:
In der Eröffnungsphase beginnen regelmäßige Wehen (Uteruskontraktionen), die den Muttermund allmählich eröffnen. Diese Phase kann bei Erstgebärenden bis zu 12 Stunden oder länger dauern, bei Mehrfachgebärenden ist sie oft kürzer. Der Muttermund öffnet sich dabei auf etwa 10 Zentimeter.
Sobald der Muttermund vollständig geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase. Das Kind wird durch starke Wehen und aktives Mitpressen der Mutter durch den Geburtskanal geführt und schließlich geboren. Diese Phase dauert in der Regel zwischen einigen Minuten und zwei Stunden.
Nach der Geburt des Kindes wird in der Nachgeburtsphase die Plazenta (Mutterkuchen) ausgestoßen. Dies geschieht meist innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt des Kindes und schließt den Geburtsvorgang ab.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten der Entbindung:
Während der Geburt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Schmerzlinderung zur Verfügung:
Während der Geburt können verschiedene Komplikationen auftreten, die eine medizinische Intervention erfordern:
Nach der Geburt beginnt das sogenannte Wochenbett (Puerperium), eine Erholungsphase von etwa sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit bildet sich die Gebärmutter zurück (Involution), Wunden heilen ab, und der Körper stellt sich auf die Stillzeit ein. Eine regelmäßige Betreuung durch eine Hebamme ist in Deutschland gesetzlich verankert und unterstützt Mutter und Kind in dieser sensiblen Phase.