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Die Einnistung, auch Implantation genannt, ist ein entscheidender Schritt in der frühen Schwangerschaft. Sie beschreibt den Vorgang, bei dem sich die befruchtete Eizelle – die sogenannte Blastozyste – in die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) einpflanzt. Dies geschieht in der Regel etwa 6 bis 12 Tage nach der Befruchtung. Erst durch die erfolgreiche Einnistung kann eine Schwangerschaft entstehen und aufrechterhalten werden.
Nicht alle Frauen spüren die Einnistung bewusst. Einige berichten jedoch von verschiedenen körperlichen Veränderungen, die auf diesen Vorgang hinweisen können. Da diese Symptome auch bei anderen Zuständen auftreten, sind sie allein kein sicherer Beweis für eine Schwangerschaft.
Eine der bekanntesten möglichen Anzeichen ist die sogenannte Einnistungsblutung (Implantationsblutung). Sie ist in der Regel sehr leicht, von kurzer Dauer (1–3 Tage) und erscheint hell- bis dunkelrosa oder bräunlich. Sie entsteht, wenn die Blastozyste in das Endometrium eindrüngt und dabei kleine Blutgefäße verletzt. Diese Blutung kann mit einer leichten Menstruationsblutung verwechselt werden.
Viele Frauen berichten von einem leichten Ziehen oder Kribbeln im Unterleib, ähnlich wie Menstruationsbeschwerden. Diese Empfindungen entstehen durch die Einbettung der Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut und die damit verbundenen hormonellen Veränderungen.
Durch den ansteigenden Hormonspiegel – insbesondere von Progesteron und dem Schwangerschaftshormon hCG (Humanes Choriongonadotropin) – kann es zu einem Spannungsgefühl oder erhöhter Empfindlichkeit der Brust kommen.
Die hormonellen Umstellungen in der frühen Schwangerschaft können zu einem gesteigerten Müdigkeitsgefühl führen. Progesteron wirkt entspannend auf den Organismus und kann so ein erhöhtes Schlafbedürfnis verursachen.
Manche Frauen bemerken einen veränderten vaginalen Ausfluss während der Einnistungsphase. Dieser kann etwas dickflüssiger oder cremiger sein als gewöhnlich.
Obwohl die typische Schwangerübelkeit (Morgenunwohlsein) meist erst später auftritt, berichten einige Frauen bereits kurz nach der Einnistung von leichter Übelkeit oder einem veränderten Ess- und Geruchsempfinden.
Nach dem Eisprung bleibt die Basaltemperatur (die Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen) erhöht. Bleibt sie über 18 Tage erhöht, kann dies ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein.
Die Einnistung findet typischerweise zwischen dem 6. und 12. Tag nach der Befruchtung statt, also etwa 20 bis 26 Tage nach dem ersten Tag der letzten Menstruationsperiode. Die damit verbundenen Anzeichen können demnach kurz vor oder ungefähr zum Zeitpunkt der erwarteten Periode auftreten, was die Unterscheidung erschwert.
Ein leichtes Ziehen und eine kurze, schwache Blutung sind in der Regel harmlos. Folgende Beschwerden sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden:
Die sicherste Methode zur Bestätigung einer Schwangerschaft nach der Einnistung ist ein Schwangerschaftstest. Dieser misst das Hormon hCG im Urin oder Blut, das erst nach der Einnistung produziert wird. Ein Blut-hCG-Test beim Arzt kann eine Schwangerschaft bereits wenige Tage nach der Einnistung nachweisen. Ein Urin-Heimtest ist ab dem ersten Tag der ausgebliebenen Periode zuverlässig.