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Muttermilch ist die natürlichste Nahrung für Säuglinge und enthält wichtige Nährstoffe, Antikörper und Schutzfaktoren, die das Immunsystem des Babys stärken. Viele Eltern pumpen Muttermilch ab, um ihrem Kind auch dann Muttermilch geben zu können, wenn das direkte Stillen nicht möglich ist. Damit die Milch ihre wertvollen Eigenschaften behält und sicher für das Baby bleibt, ist eine korrekte Lagerung unbedingt erforderlich.
Die Haltbarkeit von abgepumpter Muttermilch richtet sich in erster Linie nach der Lagerungstemperatur. Folgende Richtwerte gelten gemäß aktueller Empfehlungen von Gesundheitsbehörden wie der WHO und dem CDC:
Für die Lagerung von Muttermilch sollten spezielle, sterile Muttermilch-Aufbewahrungsbeutel oder lebensmittelechte Kunststoffbehälter aus BPA-freiem Kunststoff oder Glas verwendet werden. Die Behälter müssen gut verschließbar und sauber sein. Es empfiehlt sich, die Milch in kleinen Portionen (ca. 60 bis 120 ml) aufzubewahren, um Verschwendung zu vermeiden.
Jeder Behälter sollte mit dem Datum und der Uhrzeit des Abpumpens beschriftet werden. So lässt sich sicherstellen, dass ältere Milch zuerst verwendet wird. Im Krankenhaus oder in der Kita kann zusätzlich der Name des Kindes vermerkt werden.
Muttermilch sollte stets im hinteren Bereich des Kühlschranks gelagert werden, da dort die Temperatur am konstantesten ist. Die Türablage ist für die Lagerung ungeeignet, da dort Temperaturschwankungen auftreten.
Beim Einfrieren der Muttermilch ist zu beachten, dass sich Flüssigkeiten beim Gefrieren ausdehnen. Die Behälter daher nur zu etwa drei Viertel füllen. Frisch abgepumpte Milch kann direkt eingefroren oder zunächst im Kühlschrank auf ca. 4 °C abgekühlt werden, bevor sie in den Gefrierschrank kommt.
Gefrorene Muttermilch sollte langsam im Kühlschrank aufgetaut werden. Alternativ kann der verschlossene Behälter unter warmem Laufwasser oder in einem Gefäß mit warmem Wasser erwärmt werden. Es ist wichtig, Muttermilch niemals in der Mikrowelle zu erwärmen, da dabei sogenannte Hitzepunkte entstehen, die das Baby verbrennen können und wichtige Inhaltsstoffe der Milch zerstören. Aufgetaute Muttermilch sollte innerhalb von 24 Stunden verbraucht und nicht erneut eingefroren werden.
Abgepumpte Muttermilch kann sich in ihrer Optik und ihrem Geruch von frischer Milch unterscheiden. Sie kann sich in Fett- und Wasseranteil trennen – dies ist normal und kein Zeichen von Verderb. Sanftes Schwenken (kein Schütteln) mischt die Schichten wieder zusammen. Verdorbene Muttermilch riecht säuerlich oder ranzig und sollte sofort entsorgt werden. Im Zweifelsfall gilt: Sicherheit geht vor.