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Die HPV-Impfung (Humane-Papillomavirus-Impfung) ist eine Schutzimpfung, die vor einer Infektion mit bestimmten Typen des Humanen Papillomavirus (HPV) schützt. HPV ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit. Bestimmte HPV-Typen können Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs, Mund-Rachen-Krebs sowie Genitalwarzen verursachen. Die Impfung zählt zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen gegen diese Erkrankungen.
Die HPV-Impfstoffe enthalten virusartige Partikel (VLPs), die aus dem Hüllprotein (L1-Protein) des Humanen Papillomavirus bestehen. Diese Partikel ahmen die äußere Hülle des Virus nach, enthalten jedoch keine genetische Information und können daher keine Infektion auslösen. Das Immunsystem erkennt die VLPs als fremd und bildet spezifische Antikörper, die bei einem späteren Kontakt mit dem echten Virus eine Infektion verhindern können.
Derzeit sind in Deutschland und der Schweiz folgende HPV-Impfstoffe zugelassen:
Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Die Impfung sollte idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen, da sie dann am wirksamsten ist. Nachholimpfungen sind bis zum Alter von 17 Jahren möglich und werden ebenfalls empfohlen.
Auch Erwachsene über 17 Jahre können von der HPV-Impfung profitieren, insbesondere wenn sie noch keinen Kontakt mit den im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen hatten. Die Kostenerstattung durch Krankenkassen variiert je nach Alter und Bundesland.
Das Impfschema richtet sich nach dem Alter bei der ersten Impfung:
Die Impfung wird in der Regel in die Schulter- oder Oberarmmuskulatur (intramuskulaer) injiziert.
Klinische Studien belegen, dass die HPV-Impfung eine sehr hohe Wirksamkeit gegen HPV-bedingte Erkrankungen hat:
Die HPV-Impfung gilt als gut verträglich. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:
Schwere Nebenwirkungen sind selten. Eine allergische Reaktion auf Impfstoffbestandteile ist möglich, aber sehr ungewoehnlich. Personen mit bekannter Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs sollten vor der Impfung ärztlichen Rat einholen.
Die HPV-Impfung sollte nicht verabreicht werden bei:
Die HPV-Impfung ersetzt nicht die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung (z. B. den Pap-Abstrich oder HPV-Test beim Gynäkologen). Auch geimpfte Personen sollten weiterhin an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, da die Impfung keinen vollständigen Schutz vor allen HPV-Typen bietet.