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Die Meningitis Impfung ist eine Schutzimpfung gegen Hirnhautentzündung (Meningitis), eine schwere und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Meningitis kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden, wobei Meningokokken (Neisseria meningitidis) zu den häufigsten bakteriellen Ursachen zählen. Die Impfung stimuliert das Immunsystem, sodass es im Falle einer Infektion schnell und wirksam reagieren kann. Es gibt verschiedene Impfstoffe, die gegen unterschiedliche Serotypen der Meningokokken (A, B, C, W, Y) sowie gegen andere Erreger wie Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) schützen.
Nicht alle Meningitis-Erkrankungen werden durch denselben Erreger verursacht. Die verfügbaren Impfstoffe richten sich gegen folgende Hauptursachen:
Die STIKO empfiehlt folgende Impfungen als Standardimpfungen:
Die meisten Meningitis-Impfstoffe sind sogenannte Konjugatimpfstoffe. Dabei werden Zuckermölekule (Polysaccharide) der Bakterienoberfläche an ein Trägerprotein gekoppelt. Dies verbessert die Immunantwort erheblich, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Das Immunsystem bildet nach der Impfung spezifische Antikörper, die bei einem späteren Kontakt mit dem Erreger eine schnelle Abwehrreaktion ermöglichen. Der Meningokokken-B-Impfstoff basiert hingegen auf einem anderen Verfahren (Protein-basierter Impfstoff), da die Gruppe-B-Polysaccharide für eine direkte Immunisierung ungeeignet sind.
Der genaue Impfplan richtet sich nach dem jeweiligen Impfstoff und der zu impfenden Person:
Die genaue Dosierung und der Zeitplan sollten stets mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin abgestimmt werden, da sie von Alter, Vorerkrankungen und bereits erhaltenen Impfungen abhängen.
Die Meningitis Impfung wird im Allgemeinen gut vertragen. Zu den häufigen, meist vorübergehenden Nebenwirkungen zählen:
Schwere Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind sehr selten, aber möglich. Nach der Impfung wird deshalb empfohlen, die geimpfte Person für etwa 15 bis 30 Minuten zu beobachten.
Die Meningitis Impfung ist hochwirksam. Studien zeigen, dass der MenC-Impfstoff die Erkrankungsrate durch Meningokokken der Gruppe C in Ländern mit systematischer Impfung um über 90 Prozent reduziert hat. Der MenB-Impfstoff zeigt in klinischen Studien ebenfalls eine hohe Wirksamkeit, wobei der Schutz gegen die verschiedenen Gruppe-B-Stämme variieren kann. Die Schutzwirkung kann nach einigen Jahren nachlassen, weshalb Auffrischimpfungen für bestimmte Gruppen empfohlen werden.
Es gibt einige Situationen, in denen die Impfung vorerst nicht verabreicht werden sollte:
Schwangerschaft und Stillzeit sind keine generellen Gegenindikationen, sollten jedoch im Einzelfall mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden.