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Muttermilch ist die optimale Nahrung für Neugeborene und Säuglinge. Wenn Muttermilch abgepumpt und aufbewahrt wird, muss sie vor der Fütterung häufig erwärmt werden. Dabei ist es wichtig, die richtige Temperatur einzuhalten und geeignete Methoden zu verwenden, um wertvolle Nährstoffe, Antikörper und bioaktive Substanzen zu erhalten.
Muttermilch enthält neben Nährstoffen auch Immunglobuline (Antikörper), Enzyme und lebende Immunzellen, die das Immunsystem des Babys unterstützen. Zu hohe Temperaturen können diese empfindlichen Bestandteile beschädigen oder zerstören. Aus diesem Grund sollte Muttermilch niemals aufgekocht oder in der Mikrowelle erwärmt werden.
Die sicherste und schonendste Methode ist das Erwärmen im warmen Wasserbad. Dafür wird die verschlossene Flasche oder der Beutel mit der Muttermilch in eine Schüssel oder einen Topf mit warmem Wasser (maximal 37–40 °C) gestellt. Die Milch sollte langsam und gleichmäßig erwärmt werden, bis sie Körpertemperatur erreicht hat.
Spezielle Flaschenwärmer aus dem Babybereich sind eine praktische Alternative. Viele Modelle sind mit einer Temperaturregelung ausgestattet, die ein Überhitzen verhindert. Die Anleitung des jeweiligen Geräts sollte stets beachtet werden.
Gefrorene Muttermilch kann zunächst im Kühlschrank aufgetaut und danach im Wasserbad auf Trinktemperatur gebracht werden. Das langsame Auftauen im Kühlschrank gilt als besonders schonend.
Die ideale Trinktemperatur für Säuglinge liegt bei etwa 37 °C (Körpertemperatur). Die Temperatur kann einfach geprüft werden, indem ein paar Tropfen Milch auf die Innenseite des Handgelenks geträufelt werden. Die Milch sollte sich weder heiß noch kalt anfühlen, sondern angenehm warm sein.
Für die sichere Aufbewahrung von Muttermilch gelten folgende Richtwerte:
Aufgetaute Muttermilch darf nicht wieder eingefroren werden und sollte innerhalb von 24 Stunden im Kühlschrank aufgebraucht werden.
Manche Babys akzeptieren auch leicht gekühlte oder zimmerwarme Muttermilch. Es ist daher nicht zwingend notwendig, die Milch zu erwärmen, sofern das Baby dies toleriert. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich eine Rücksprache mit einer Hebamme, einem Kinderarzt oder einer Stillberaterin.