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Natriumchlorid (NaCl) ist die chemische Bezeichnung für Kochsalz beziehungsweise Speisesalz. Es besteht aus den beiden Elektrolyten Natrium und Chlorid und kommt sowohl natürlich in Lebensmitteln als auch als zugesetztes Salz in zahlreichen verarbeiteten Produkten vor. Im Körper übernehmen Natrium und Chlorid wichtige Funktionen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt sowie bei der Nerven- und Muskelfunktion.
Nach der Aufnahme wird Natriumchlorid in Natrium- und Chlorid-Ionen aufgespalten. Natrium befindet sich überwiegend außerhalb der Zellen und trägt unter anderem zur Regulation des Wasserhaushalts und des Blutdrucks bei. Chlorid unterstützt ebenfalls den Flüssigkeitshaushalt und ist Bestandteil der Magensäure.
Natriumchlorid ist für verschiedene physiologische Prozesse relevant. Besonders wichtig sind dabei folgende Funktionen:
Natriumchlorid wird über natürlich vorkommendes Natrium sowie über zugesetztes Kochsalz aufgenommen. Besonders größere Mengen finden sich häufig in Brot und Backwaren, Käse, Wurstwaren, Fertiggerichten, Konserven und salzigen Snacks. Auch beim Kochen und Nachsalzen wird zusätzlich Natriumchlorid aufgenommen.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, weniger als 5 Gramm Salz pro Tag aufzunehmen. Eine dauerhaft hohe Salzzufuhr kann insbesondere bei empfindlichen Personen das Risiko für Bluthochdruck erhöhen.
Natrium und Chlorid können außerdem Bestandteil speziell zusammengesetzter Lebensmittel sein. In Folgenahrung für Babys werden Mineralstoffe und Elektrolyte innerhalb der Rezeptur in genau festgelegten Mengen eingesetzt.
Ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut wird als Hyponatriämie bezeichnet. Sie entsteht meist nicht allein durch eine geringe Salzaufnahme, sondern beispielsweise durch starke Flüssigkeitsverluste, bestimmte Erkrankungen oder Medikamente. Mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche, Muskelkrämpfe und in schweren Fällen neurologische Beschwerden.
Eine dauerhaft sehr hohe Natriumaufnahme kann dagegen den Blutdruck erhöhen. Ein deutlich erhöhter Natriumspiegel im Blut wird als Hypernatriämie bezeichnet und tritt häufig im Zusammenhang mit Flüssigkeitsmangel auf.
Auch in der Medizin spielt Natriumchlorid eine wichtige Rolle. Zu den typischen Anwendungen gehören:
Kurz erklärt: Natriumchlorid ist Kochsalz und liefert die Elektrolyte Natrium und Chlorid. Beide sind wichtig für den Flüssigkeitshaushalt sowie für Nerven- und Muskelfunktionen. Entscheidend ist eine angemessene Zufuhr, da sowohl Störungen des Natriumhaushalts als auch eine dauerhaft hohe Salzaufnahme gesundheitlich relevant sein können.