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Phytomenadion, auch bekannt als Vitamin K1 oder Phylloquinon, ist die natürlich vorkommende Form von Vitamin K, die hauptsächlich in grünem Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl und Brokkoli enthalten ist. Es gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung sowie im Knochenstoffwechsel. Im menschlichen Körper dient Phytomenadion als Cofaktor für die Aktivierung bestimmter Gerinnungsfaktoren in der Leber.
Phytomenadion erfüllt im menschlichen Organismus mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Phytomenadion fungiert als Cofaktor für das Enzym Vitamin-K-abhängige Carboxylase. Dieses Enzym führt eine Carboxylierung bestimmter Glutamatsäurereste in Proteinen durch, wodurch diese biologisch aktiv werden. Bei einem Vitamin-K-Mangel können diese Proteine nicht ausreichend aktiviert werden, was zu Gerinnungsstörungen und einem erhöhten Knochenbruchrisiko führen kann. Der sogenannte Vitamin-K-Zyklus ermöglicht es dem Körper, Vitamin K1 wiederholt zu nutzen und zu recyceln, was den täglichen Bedarf relativ gering hält.
Phytomenadion kommt vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders reiche Quellen sind:
Da Vitamin K1 fettlöslich ist, wird es am besten in Kombination mit etwas gesundem Fett aufgenommen, beispielsweise Öl im Salat.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von:
Während der Schwangerschaft und Stillzeit gelten ähnliche Empfehlungen. Neugeborene erhalten in Deutschland routinemäßig eine Vitamin-K1-Prophylaxe, da sie bei der Geburt noch über geringe Speicher verfügen und ein erhöhtes Blutungsrisiko haben. Auch nach der Neugeborenenphase spielt eine ausgewogene Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen eine Rolle. Bei altersgerecht zusammengesetzter Folgenahrung werden relevante Mikronährstoffe entsprechend der Ernährungsphase berücksichtigt.
Ein Vitamin-K1-Mangel ist bei gesunden Erwachsenen selten, kann jedoch bei bestimmten Risikogruppen auftreten. Typische Symptome eines Mangels sind:
Risikogruppen für einen Mangel sind Personen mit Fettresorptionsstörungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie), Neugeborene sowie Patienten unter Langzeit-Antibiotikatherapie.
In der Medizin wird Phytomenadion therapeutisch eingesetzt bei:
Die Verabreichung kann oral, intravenös oder intramuskulär erfolgen, abhängig von der klinischen Situation und der Dringlichkeit.
Phytomenadion gilt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als sehr sicher und hat eine geringe Toxizität, selbst bei höherer Zufuhr. Wichtige Wechselwirkungen bestehen jedoch mit: