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Die Sechsfachimpfung (auch hexavalenter Impfstoff oder 6-fach-Impfung genannt) ist ein Kombinationsimpfstoff, der Säuglinge und Kleinkinder gleichzeitig gegen sechs schwere Infektionskrankheiten schützt. Dank dieser Kombination müssen Eltern und Kinder weniger Arzttermine wahrnehmen, und die Anzahl der Injektionen wird deutlich reduziert. Die Sechsfachimpfung gehört zu den am häufigsten empfohlenen Impfungen im Kindesalter und ist in den meisten europäischen Ländern fester Bestandteil des nationalen Impfplans.
Der Impfstoff bietet Schutz gegen folgende sechs Erkrankungen:
Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt die Sechsfachimpfung nach einem festgelegten Impfschema für Säuglinge. Das Standardschema sieht folgende Impfzeitpunkte vor:
Für Frühgeborene kann ein abweichendes Schema empfohlen werden, bei dem vier Dosen verabreicht werden (2., 3., 4. und 11. bis 14. Lebensmonat). Der genaue Impfplan sollte immer mit dem behandelnden Kinderarzt besprochen werden.
Der Sechsfachimpfstoff enthält inaktivierte (abgetötete) Erreger oder Erregerbestandteile sowie Toxoide (entgiftete Bakteriengifte). Diese lösen im Körper eine Immunantwort aus, ohne eine Erkrankung zu verursachen. Das Immunsystem bildet dabei spezifische Antikörper und immunologisches Gedächtnis. Bei einem späteren Kontakt mit dem echten Erreger kann der Körper diesen schnell und effektiv bekämpfen.
In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind mehrere zugelassene Sechsfachimpfstoffe verfügbar, darunter:
Beide Präparate sind von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen und gelten als sicher und wirksam.
Die Sechsfachimpfung wird im Allgemeinen gut vertragen. Häufige, meist vorübergehende Nebenwirkungen sind:
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten. Eltern sollten nach der Impfung Auffälligkeiten beobachten und bei anhaltenden oder starken Beschwerden den Kinderarzt aufsuchen.
Die Sechsfachimpfung sollte nicht verabreicht werden bei:
Die Sechsfachimpfung trägt maßgeblich zur Herdeniммunität bei und schützt auch diejenigen, die nicht geimpft werden können, etwa Neugeborene oder Personen mit Immunschwäche. Hohe Impfquoten haben dazu beigetragen, Erkrankungen wie Polio und Diphtherie in Europa nahezu vollständig zu eliminieren.