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Sonnenblumenöl wird aus den Samen der Sonnenblume (Helianthus annuus) durch Kaltpressung oder Raffination gewonnen. Es gehört zu den am häufigsten verwendeten Pflanzenölen in der Küche und der Lebensmittelindustrie. Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet man zwischen kaltgepresstem (nativem) Sonnenblumenöl und raffiniertem Sonnenblumenöl, die sich in Geschmack, Nährstoffgehalt und Hitzebeständigkeit unterscheiden.
Sonnenblumenöl besteht hauptsächlich aus Fett und liefert pro 100 ml etwa 900 Kilokalorien. Die Fettzusammensetzung variiert je nach Sorte:
Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren kann dazu beitragen, den LDL-Cholesterinspiegel (sogenanntes „schlechtes“ Cholesterin) zu senken und das HDL-Cholesterin zu erhalten. Dies wird mit einem reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht, wenn Sonnenblumenöl gesättigte Fette in der Ernährung ersetzt.
Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, das Körperzellen vor oxidativem Stress schützt. Es unterstützt das Immunsystem und spielt eine Rolle bei der Hautgesundheit sowie der Zellerneuerung.
Sonnenblumenöl wird auch in der Kosmetik eingesetzt, da es die Hautbarriere stärkt und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften besitzt. Es eignet sich für empfindliche und trockene Haut und wird in Lotionen, Cremes und Babÿpflegeprodukten verwendet.
Sonnenblumenöl ist aufgrund seines milden Geschmacks und seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt:
Obwohl Linolsäure (Omega-6) eine essenzielle Fettsäure ist, die der Körper nicht selbst herstellen kann, kann ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren im Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren entzündungsfördernde Prozesse begünstigen. Ernährungsexperten empfehlen daher, Sonnenblumenöl mit Omega-3-reichen Ölen wie Leinsamenöl oder Rapsöl zu kombinieren, um ein ausgewogenes Fettsäureprofile zu erzielen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ein Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von maximal 5:1.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, etwa 10 % der täglichen Energiezufuhr in Form von mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Für Erwachsene entspricht dies in etwa 2–3 Essلöffeln (20–30 ml) pflanzlichen Öls pro Tag, wobei eine Kombination verschiedener Ölsorten empfohlen wird.