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Übungswehen, medizinisch auch als Braxton-Hicks-Kontraktionen bekannt, sind unregelmäßige, meist schmerzlose Kontraktionen der Gebärmutter (Uterus), die während der Schwangerschaft auftreten. Sie wurden erstmals 1872 vom britischen Arzt John Braxton Hicks beschrieben. Diese Kontraktionen gelten als physiologischer, also natürlicher Vorgang, der die Gebärmuttermuskulatur auf die eigentliche Geburt vorbereitet.
Übungswehen sind keine echten Wehen und führen in der Regel nicht zur Eröffnung des Muttermundes. Sie treten häufig ab der 20. Schwangerschaftswoche auf, werden von vielen Frauen jedoch erst im dritten Trimester (ab der 28. Woche) bewusst wahrgenommen.
Die genaue Ursache von Übungswehen ist nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass sie durch hormonelle Veränderungen sowie durch die zunehmende Dehnung der Gebärmutter ausgelöst werden. Bestimmte Faktoren können Übungswehen begünstigen oder verstärken:
Übungswehen unterscheiden sich von echten Wehen durch verschiedene Merkmale:
Es ist wichtig, Übungswehen von echten Wehen oder vorzeitigen Wehen zu unterscheiden. Echte Wehen sind regelmäßig, werden zunehmend stärker, kömmen in immer kürzeren Abständen und hören auch in Ruhe nicht auf. Sie führen zur Öffnung des Muttermundes und kündigen die Geburt an.
Vorzeitige Wehen treten vor der 37. Schwangerschaftswoche regelmäßig auf und bedürfen ärztlicher Abklärung, da sie auf eine drohende Frühgeburt hinweisen können.
In folgenden Situationen sollte umgehend ein Arzt oder eine Hebamme kontaktiert werden:
Da Übungswehen in der Regel harmlos sind, benötigen sie keine medizinische Behandlung. Folgende Maßnahmen können jedoch Erleichterung bringen: