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Ein Wehensimulator ist ein medizinisches Trainings- und Demonstrationsgerät, das die Schmerzempfindungen von Geburtsswehen künstlich nachahmt. Mithilfe von elektrischen Impulsen (transkutane elektrische Nervenstimulation, kurz TENS) werden Muskelkontraktionen im Bauchbereich simuliert, die den Wehen einer natürlichen Geburt ähneln. Das Gerät wird hauptsächlich zu Bildungs-, Aufklärungs- und Empathiezwecken eingesetzt.
Der Wehensimulator arbeitet auf Basis der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS). Dabei werden Elektroden auf der Bauchfläche der Testperson befestigt. Das Gerät sendet dann kontrollierte, niedrig- bis mittelfrequente elektrische Ströme durch die Haut, die die Bauchmuskulatur zur Kontraktion anregen. Die Intensität der Impulse lässt sich stufenweise steigern, um verschiedene Phasen des Geburtsprozesses darzustellen:
Die erzeugten Empfindungen können je nach Gerät und Einstellung von einem leichten Drücken bis hin zu starken, krampfartigen Schmerzen reichen.
Der wohl bekannteste Einsatzzweck des Wehensimulators ist die Empathieschulung. Partner, Angehörige oder Interessierte – meist Männer – können damit selbst erleben, wie sich Geburtsswehen anfühlen. Dies soll das Verständnis für die körperlichen Belastungen der Geburt fördern und die Empathie gegenüber Gebärenden stärken.
In der medizinischen und pflegerischen Ausbildung wird der Wehensimulator eingesetzt, um angehenden Ärzten, Hebammen und Pflegekräften ein praktisches Verständnis für den Geburtsschmerz zu vermitteln. Dieses Wissen kann die Patientenbetreuung und Kommunikation verbessern.
Schwangere können den Simulator nutzen, um sich mental auf den Schmerz der Geburt vorzubereiten und Entspannungs- oder Atemtechniken unter kontrollierten Bedingungen zu üben. Dies kann dazu beitragen, Geburtsängste zu reduzieren.
Wehensimulationen werden auch in Unterhaltungsformaten – etwa in Reality-TV-Sendungen oder sozialen Medien – eingesetzt, um ein breites Publikum für das Thema Geburt und Geburtsschmerz zu sensibilisieren.
Obwohl der Wehensimulator ein nützliches Hilfsmittel zur Veranschaulichung von Geburtsschmerzen ist, gibt es wichtige Unterschiede zur echten Geburt:
Dennoch wird der Simulator von vielen Anwendern als äußerst schmerzhaft und aufschlussreich beschrieben.
Der Einsatz eines Wehensimulators ist in der Regel sicher, sollte jedoch bei bestimmten Personengruppen vermieden werden:
Vor der Nutzung sollte stets eine kurze medizinische Befragung durchgeführt werden, um Risiken auszuschließen.