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Zahnungsgel ist ein speziell für Säuglinge und Kleinkinder entwickeltes topisches Präparat, das bei den Beschwerden rund um das Zahnen eingesetzt wird. Wenn die ersten Zähne durch das Zahnfleisch brechen, kann dies für Babys schmerzhaft und unangenehm sein. Das Gel wird direkt auf das gereizte Zahnfleisch aufgetragen und soll Schmerzen sowie Entzündungen lindern. Zahnungsgele sind in Apotheken und Drogerien erhältlich und es gibt sowohl konventionelle als auch natürliche bzw. pflanzliche Varianten.
Zahnungsgel wird typischerweise in der Zahnungsphase eingesetzt, die bei den meisten Babys zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat beginnt. Das vollständige Milchgebiss ist meist mit etwa 2,5 bis 3 Jahren abgeschlossen. Typische Anzeichen dafür, dass ein Baby zahnt und vom Gel profitieren könnte, sind:
Viele herkömmliche Zahnungsgele enthalten den Wirkstoff Lidocain oder Benzocain, beides lokale Betäubungsmittel (Lokalanästhetika), die kurzzeitig die Schmerzempfindung im Zahnfleisch reduzieren. Einige Produkte enthalten auch antiseptische Wirkstoffe wie Cetylpyridiniumchlorid, um einer Entzündung entgegenzuwirken. Aufgrund potenzieller Risiken bei Kleinstkindern (z. B. Methhämoglobinämie durch Benzocain) haben Gesundheitsbehörden wie die US-amerikanische FDA sowie europäische Behörden vor dem Einsatz bestimmter Wirkstoffe bei Kindern unter 2 Jahren gewarnt.
Als Alternative bieten viele Hersteller Zahnungsgele mit pflanzlichen Inhaltsstoffen an. Häufig verwendete Wirkstoffe sind:
Die Anwendung von Zahnungsgel ist in der Regel unkompliziert. Eine kleine Menge Gel (etwa die Größe einer Erbse) wird mit einem sauberen Finger oder einem Wattestiel sanft auf das betroffene Zahnfleisch des Babys aufgetragen und vorsichtig einmassiert. Die Anwendung sollte gemäß der Packungsbeilage des jeweiligen Produkts erfolgen. Im Allgemeinen gilt:
Obwohl Zahnungsgele weit verbreitet sind, gibt es wichtige Sicherheitshinweise zu beachten:
Neben Zahnungsgelen gibt es weitere bewährte Maßnahmen zur Linderung von Zahnungsschmerzen:
Bei anhaltenden oder starken Beschwerden, hohem Fieber oder anderen besorgniserregenden Symptomen sollte immer ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin aufgesucht werden. Fieber ist kein typisches Zahnungssymptom und kann auf eine Infektion hinweisen. Ein Zahnarztbesuch ab dem ersten Zahn wird von Fachgesellschaften empfohlen, um die Mundgesundheit des Kindes frühzeitig zu fördern.