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Eine Zahnungshilfe ist ein Hilfsmittel, das Säuglingen und Kleinkindern während der Zahnungsphase Erleichterung verschafft. Wenn die ersten Zähne durch das Zahnfleisch brechen, kann dies für Babys schmerzhaft und unangenehm sein. Zahnungshilfen sollen diesen Prozess erträglicher machen – sowohl für das Kind als auch für die Eltern. Sie sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich, darunter Beissringe, Zahnungsgele, Zahnungsschnüller und natürliche Hausmittel.
Bei den meisten Babys beginnt die Zahnungsphase zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat. Der erste Zahn, der in der Regel durchbricht, ist der untere mittlere Schneidezahn. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres sind üblicherweise alle 20 Milchzähne vorhanden. Die Zahnungsphase verläuft bei jedem Kind unterschiedlich – manche Kinder zeigen kaum Beschwerden, während andere stärker darunter leiden.
Während der Zahnungsphase können verschiedene Symptome auftreten:
Wichtig: Hohes Fieber, Durchfall oder starke Unruhe sind keine typischen Zahnungssymptome und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Beissringe sind die klassische Zahnungshilfe. Sie bestehen meist aus Silikon, Naturkautschuk oder Holz und geben beim Beissen nach, was den Druck auf das Zahnfleisch reduziert. Gekühlte Beissringe (im Kühlschrank, nicht im Gefrierfach gelagert) können durch die Kälte zusätzlich lindernd wirken, da sie leicht betäubend auf das Zahnfleisch wirken. Auf zertifizierte Materialien ohne Schadstoffe wie BPA (Bisphenol A) oder Phthalate sollte geachtet werden.
Zahnungsgele enthalten häufig pflanzliche Wirkstoffe wie Kamillenextrakt oder Nelkenextrakt, die eine leicht entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben. Einige Produkte enthalten auch Lidocain, ein lokales Betäubungsmittel. Von lidocainhaltigen Gelen bei Säuglingen wird jedoch von einigen Gesundheitsbehörden abgeraten, da eine Überdosierung möglich ist. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung Rücksprache mit einem Kinderarzt oder einer Kinderärztin zu halten.
Viele Eltern setzen auf bewährte Hausmittel:
Rohes Gemüse oder harte Lebensmittel sollten jedoch nur unter Aufsicht gegeben werden, um Erstickungsgefahr zu vermeiden.
Im Handel sind auch homöopathische Zahnungsmittel wie Chamomilla-Globuli erhältlich. Die wissenschaftliche Wirksamkeit dieser Mittel ist bisher nicht belegt. Eltern sollten sich hier von einer Fachkraft beraten lassen.
Bei der Auswahl und Verwendung von Zahnungshilfen sollten folgende Punkte beachtet werden:
Wenn ein Baby hohes Fieber (38 °C oder mehr), starken Durchfall, Erbrechen oder sehr starke Unruhe zeigt, sollte unbedingt ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin aufgesucht werden. Diese Symptome sind nicht auf die Zahnung zurückzuführen und können auf eine andere Erkrankung hinweisen.