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Die Zeckenimpfung für Kinder ist eine Schutzimpfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhaut befallen kann. Zecken können beim Stich FSME-Viren auf den Menschen übertragen, besonders in bestimmten Risikogebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme, um Kinder wirksam vor dieser schwerwiegenden Erkrankung zu schützen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für Kinder, die in FSME-Risikogebieten leben oder diese besuchen. In Deutschland gelten weite Teile von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen als Risikogebiete. Die Empfehlung gilt ab einem Alter von einem Jahr, da das Risiko eines schweren Verlaufs mit dem Alter steigt und Kinder ältere Altersgruppen in ihrer Aktivität im Freien oft übertreffen.
Für Kinder sind spezielle Kinderimpfstoffe erhältlich, die eine geringere Antigendosis als Erwachsenenpraparate enthalten und speziell auf das Immunsystem von Kindern abgestimmt sind:
Ab einem bestimmten Alter (je nach Präparat ab 12 oder 16 Jahren) wird auf den Erwachsenenimpfstoff umgestellt.
Die Grundimmunisierung erfolgt in drei Dosen nach folgendem Standardschema:
Es gibt auch ein Schnellschema, bei dem die ersten beiden Dosen im Abstand von 2 Wochen gegeben werden, um einen schnelleren Schutz zu erreichen, etwa vor einem bevorstehenden Aufenthalt in einem Risikogebiet. Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig, in der Regel alle 3 bis 5 Jahre.
Der Impfstoff enthält inaktivierte (abgetötete) FSME-Viren. Nach der Impfung erkennt das Immunsystem des Kindes die viralen Proteine und bildet spezifische Antikörper. Im Falle einer späteren Infektion durch einen Zeckenstich kann das Immunsystem das Virus schnell bekämpfen, bevor es zu einer schweren Erkrankung kommt. Der Impfstoff schützt nicht gegen Borreliose, eine weitere durch Zecken übertragene Erkrankung.
Die Zeckenimpfung wird von Kindern im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind:
Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Bei anhaltenden oder ungewohnten Beschwerden nach der Impfung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Impfung schützt nur vor FSME, nicht vor allen durch Zecken übertragenen Krankheiten. Zusätzliche Schutzmaßnahmen bleiben daher wichtig:
In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der FSME-Impfung für Kinder, wenn diese in einem offiziell anerkannten FSME-Risikogebiet wohnen oder sich regelmäßig dort aufhalten. Die Impfung wird beim Kinderarzt oder beim Hausarzt durchgeführt. Eltern sollten den aktuellen FSME-Risikogebiet-Status beim Robert Koch-Institut (RKI) prüfen.