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Das Dreitägerfieber (medizinisch: Exanthema subitum oder Roseola infantum) ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem zweiten Lebensjahr betrifft. Die Erkrankung verläuft in den meisten Fällen gutartig und hinterlässt eine lebenslange Immunität. Der Name bezieht sich auf das typische Muster: drei bis vier Tage anhaltendes hohes Fieber, das abrupt endet und unmittelbar danach von einem Hautausschlag abgelöst wird.
Das Dreitägerfieber wird hauptsächlich durch das Humane Herpesvirus Typ 6 (HHV-6) verursacht, seltener durch das Humane Herpesvirus Typ 7 (HHV-7). Die Übertragung erfolgt über Speichel und Tröpfcheninfektion. Das Virus ist weltweit verbreitet, weshalb nahezu alle Kinder bis zum Schulalter eine Infektion durchgemacht haben. Erkrankte Kinder sind bereits während der Fieberphase ansteckend.
Die Erkrankung verläuft typischerweise in zwei Phasen:
Die Diagnose des Dreitägerfiebers wird in der Regel klinisch gestellt, das heißt durch die Beurteilung des typischen Krankheitsverlaufs durch den Kinderarzt oder die Kinderärztin. Der charakteristische Ablauf – hohes Fieber, dann Ausschlag nach Fieberabfall – ist oft eindeutig. Spezielle Laboruntersuchungen oder Bluttests sind in unkomplizierten Fällen normalerweise nicht erforderlich. Im Zweifelsfall oder bei schwerem Verlauf kann eine Blutuntersuchung oder ein PCR-Test zum Nachweis des HHV-6-Virus durchgeführt werden.
Eine spezifische antivirale Behandlung ist beim unkomplizierten Dreitägerfieber nicht notwendig. Die Therapie ist symptomatisch und zielt darauf ab, das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern:
Eltern sollten ärztlichen Rat suchen, wenn:
Das Dreitägerfieber heilt bei gesunden Kindern fast immer vollständig und ohne Folgeschäden aus. Die häufigste Komplikation sind Fieberkrämpfe, die durch den raschen Temperaturanstieg ausgelöst werden können. Diese sind in der Regel selbstlimitierend und hinterlassen keine dauerhaften Schäden. Bei immungeschwächten Kindern kann der Verlauf schwerer sein und eine ärztliche Betreuung erfordern.