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Die FSME-Impfung schützt Kinder vor der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME), einer durch Zecken übertragenen Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhaut befallen kann. Das FSME-Virus wird hauptsächlich durch den Biss der Gemeinen Holzbocke (Ixodes ricinus) übertragen und kommt vor allem in bestimmten Risikogebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz vor. Da es gegen FSME keine spezifische Behandlung gibt, ist die Impfung die wichtigste vorsorgende Maßnahme für Kinder, die in oder in der Nähe dieser Gebiete leben oder dort Urlaub machen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung für alle Personen, die in offiziell ausgewiesenen FSME-Risikogebieten wohnen oder diese Regionen besuchen. Für Kinder gilt folgendes:
Für Kinder gibt es spezielle Kinderformulierungen der FSME-Impfstoffe, die eine niedrigere Antigenkonzentration als die Erwachsenenversion enthalten:
Ab einem bestimmten Alter (je nach Präparat ab 12 oder 16 Jahren) wird auf die Erwachsenenformulierung umgestellt.
Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen:
Ein Schnellschema ist ebenfalls möglich, wenn ein rascher Schutz erforderlich ist (z. B. bei kurzfristiger Reise in ein Risikogebiet). Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig, in der Regel alle 3 bis 5 Jahre, je nach Impfstoff und Alter des Kindes.
Der FSME-Impfstoff enthält inaktivierte (abgetötete) FSME-Viren. Nach der Impfung bildet das Immunsystem des Kindes spezifische Antikörper gegen das FSME-Virus. Diese Antikörper schützen das Kind im Falle eines späteren Viruskontakts vor einer schweren Erkrankung. Da der Impfstoff keine lebenden Viren enthält, kann die Impfung selbst keine FSME auslösen.
Die FSME-Impfung gilt als gut verträglich. Häufige, in der Regel mild verlaufende Nebenwirkungen sind:
Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind sehr selten. Die Impfung sollte daher immer in einer ärztlichen Praxis durchgeführt werden, wo das Kind nach der Impfung kurz beobachtet werden kann.
Es gibt einige Situationen, in denen die Impfung vorläufig aufgeschoben oder mit dem Arzt besprochen werden sollte:
Die FSME-Impfung bietet nach vollständiger Grundimmunisierung einen sehr hohen Schutz von über 95 %. Dieser Schutz hält jedoch nicht lebenslang an, weshalb regelmäßige Auffrischungen wichtig sind. Zusätzlich zur Impfung sollten Kinder in Risikogebieten weiterhin zeckensichere Kleidung tragen und nach Aufenthalten im Freien auf Zecken abgesucht werden, da die Impfung nicht vor anderen durch Zecken übertragenen Erkrankungen wie Lyme-Borreliose schützt.