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Ein Hämatom der Gebärmutter (auch uterines Hämatom oder intrauterines Hämatom genannt) bezeichnet eine umschriebene Blutansammlung im Bereich der Gebärmutter. Am häufigsten tritt es während der Schwangerschaft auf, wenn sich Blut zwischen der Fruchtanlage und der Gebärmutterwand oder unter der Plazenta (Mutterkuchen) ansammelt. Je nach Lage unterscheidet man zwischen einem subchorialen Hämatom (zwischen Chorion und Gebärmutterwand), einem retroplazentaren Hämatom (hinter der Plazenta) und einem subamnialen Hämatom (unterhalb der Fruchthülle).
Die genauen Ursachen eines uterinen Hämatoms sind nicht immer eindeutig feststellbar. Häufige Auslöser und begünstigende Faktoren sind:
Ein Hämatom der Gebärmutter kann symptomlos verlaufen und wird oft zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Mögliche Beschwerden umfassen:
Insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel sind vaginale Blutungen ein Warnsignal und sollten umgehend ärztlich untersucht werden.
Die wichtigste diagnostische Methode ist der transvaginale oder abdominale Ultraschall. Dabei kann der Arzt oder die Ärztin die Lage, Größe und Ausdehnung des Hämatoms beurteilen. Zusätzlich werden folgende Maßnahmen eingesetzt:
Die Behandlung richtet sich nach Größe des Hämatoms, dem Schwangerschaftsalter und den Beschwerden der Patientin. In vielen Fällen bildet sich ein kleines Hämatom von selbst zurück. Mögliche Maßnahmen sind:
Große, anhaltende oder klinisch bedrohliche Hämatome können in seltenen Fällen eine operative Intervention erfordern, etwa eine Ausschabung (Küréttage) oder in schwerwiegenden Fällen weiterführende chirurgische Maßnahmen.
Die Prognose hängt stark von der Größe und Lage des Hämatoms sowie vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Kleine subchorial gelegene Hämatome bilden sich häufig vollständig zurück und gefährden die Schwangerschaft nicht. Größere Hämatome, insbesondere retroplazentare, sind mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburt, Frühgeburt oder Plazentaablösung verbunden. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Betreuung verbessern die Aussichten erheblich.
Schwangere Frauen sollten bei folgenden Zeichen sofort ärztliche Hilfe aufsuchen: