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Die Kaisergeburt – medizinisch als Sectio caesarea oder kurz Kaiserschnitt bezeichnet – ist ein chirurgischer Eingriff zur Entbindung eines Kindes. Dabei wird die Bauchdecke der Mutter sowie die Gebärmutter eröffnet, um das Kind und die Plazenta zu entnehmen. Die Kaisergeburt gehört weltweit zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt und kann sowohl geplant (elektiv) als auch als Notfallmaßnahme durchgeführt werden.
Ein primärer Kaiserschnitt wird vor Beginn der Wehen geplant. Er wird empfohlen, wenn bereits im Voraus medizinische Gründe bekannt sind, die eine vaginale Geburt unmöglich oder gefährlich machen würden. In manchen Fällen wird er auch auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter durchgeführt (Wunschkaiserschnitt).
Ein sekundärer Kaiserschnitt wird während der laufenden Geburt notwendig, wenn Komplikationen auftreten, die eine Fortsetzung der vaginalen Entbindung nicht mehr erlauben. Er kann als geplanter Eingriff oder als dringliche bzw. Notfall-Sectio erfolgen.
Der Eingriff wird in der Regel unter regionaler Anästhesie (Peridural- oder Spinalanalgesie) durchgeführt, sodass die Mutter während der Geburt wach bleiben und ihr Kind unmittelbar nach der Entbindung sehen und hören kann. Nur in seltenen Notfällen ist eine Vollnarkose erforderlich.
Der Chirurg führt einen querverlaufenden Schnitt oberhalb des Schämbeins durch (sogenannter Pfannenstielschnitt). Nach Eröffnung der Bauchdecke und der Gebärmutter wird das Kind vorsichtig entnommen, danach die Plazenta gelöst und die Wunden schichtweise verschlossen. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.
Wie jede Operation birgt auch die Kaisergeburt spezifische Risiken:
Nach einer Kaisergeburt verbleibt die Mutter in der Regel 3 bis 5 Tage im Krankenhaus. Die vollständige körperliche Erholung dauert meist 6 bis 8 Wochen. Schmerzmittel helfen in den ersten Tagen, den Wundschmerz zu lindern. Körperliche Schonung ist wichtig, schweres Heben sollte in den ersten Wochen vermieden werden. Stillen ist nach einem Kaiserschnitt möglich und wird ausdrücklich empfohlen.
Eine vorangegangene Kaisergeburt erhöht bei folgenden Schwangerschaften das Risiko bestimmter Komplikationen, darunter die Uterusruptur (Riss der Gebärmutter) oder Plazentaeinlagerungsstörungen. Viele Frauen können jedoch nach einem Kaiserschnitt problemlos vaginal entbinden (VBAC – Vaginal Birth After Caesarean), sofern keine Kontraindikationen vorliegen.