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Magnesiumsalze der Zitronsäure, wissenschaftlich als Magnesiumcitrat bezeichnet, entstehen durch die Verbindung von Magnesium mit Zitronsäure. Sie gehören zur Gruppe der organischen Magnesiumverbindungen und werden sowohl als Nahrungsergänzungsmittel als auch als zugelassener Lebensmittelzusatzstoff (E 345) in der Lebensmittelindustrie verwendet. Im Vergleich zu anorganischen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumoxid oder Magnesiumsulfat zeichnet sich Magnesiumcitrat durch eine besonders hohe Bioverfügbarkeit aus, das heißt, der Körper kann es effizient aufnehmen und verwerten.
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt ist. Die wichtigsten Funktionen umfassen:
Magnesiumcitrat wird häufig zur Vorbeugung und Behandlung von Magnesiummangel eingesetzt. Typische Anwendungsbereiche sind:
In der Lebensmittelindustrie dient Magnesiumcitrat als Säureregulator und Stabilisator. Es wird unter der EU-Zusatzstoffnummer E 345 geführt und ist in verschiedenen verarbeiteten Lebensmitteln zugelassen, um den pH-Wert zu regulieren und die Haltbarkeit zu verbessern.
Die hohe Bioverfügbarkeit von Magnesiumcitrat beruht auf seiner guten Wasserlöslichkeit. Im sauren Milieu des Magens löst sich das Salz gut auf und wird im Dünndarm effizient resorbiert. Studien zeigen, dass organische Magnesiumverbindungen wie Citrat im Vergleich zu anorganischen Verbindungen eine deutlich höhere Absorptionsrate aufweisen. Die Zitronsäure selbst ist ein Zwischenprodukt des Citratzyklus, eines zentralen Stoffwechselweges zur Energiegewinnung in den Zellen, was die gute Verträglichkeit und Verwertbarkeit erklärt.
Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr variiert je nach Alter und Geschlecht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gelten folgende Richtwerte:
Bei der Einnahme von Magnesiumcitrat als Nahrungsergänzungsmittel sollte die tolerable Tagesdosis von 250 mg zusätzlichem Magnesium aus Ergänzungsmitteln (gemäß EFSA-Empfehlung) nicht überschritten werden.
Magnesium kommt natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind:
Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiemämie) kann sich durch verschiedene Beschwerden äußern:
Magnesiumcitrat gilt bei empfohlener Dosierung als gut verträglich. Bei Überdosierung können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Personen mit schwerer Niereninsuffizienz sollten Magnesiumpräparate nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen, da die Nieren für die Ausscheidung von überschüssigem Magnesium zuständig sind.
Magnesiumcitrat kann die Aufnahme oder Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen: