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Der Mongolenfleck (medizinisch: Dermale Melanozytose oder kongenitale dermale Melanozytose) ist eine angeborene, gutartige Hautveränderung, die häufig bei Neugeborenen und Säuglingen auftritt. Er zeigt sich als blau-graue oder blau-grünliche Verfärbung der Haut und ist völlig harmlos. Der Name stammt aus dem früheren medizinischen Sprachgebrauch, da diese Hautveränderung besonders häufig bei Kindern aus asiatischen, afrikanischen, südamerikanischen und südosteuropäischen Bevölkerungsgruppen beobachtet wird.
Der Mongolenfleck entsteht durch eine besondere Ansammlung von Melanozyten – das sind pigmentbildende Zellen – in den tiefen Schichten der Haut (Dermis). Normalerweise wandern diese Zellen während der Embryonalentwicklung von der Haut-Nervenzell-Verbindung (Neuralleiste) in die oberen Hautschichten. Bleiben einige dieser Zellen in der Tiefe der Haut stecken, entsteht durch den Tyndall-Effekt – einer besonderen Lichtbrechung in der Haut – die typische blau-graue Farbe.
Der Mongolenfleck hat folgende typische Merkmale:
Der Mongolenfleck ist weltweit eine der häufigsten angeborenen Hautveränderungen. Die Häufigkeit variiert je nach ethnischer Herkunft:
Der Mongolenfleck ist vollständig gutartig und erfordert in aller Regel keine Behandlung. Bei den meisten Kindern verblasst er im Laufe der ersten Lebensjahre und verschwindet häufig bis zum Schulalter (etwa 6–10 Jahre) vollständig. In selteneren Fällen kann er bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben, was medizinisch jedoch keinerlei Bedeutung hat.
Die Diagnose wird in der Regel durch eine einfache Sichtuntersuchung (Inspektion) der Haut durch den Kinderarzt oder die Kinderderärztin gestellt. Eine spezielle Untersuchung oder ein Bluttest sind nicht notwendig. Bei Unsicherheiten – etwa zur Abgrenzung von anderen Hautveränderungen – kann eine dermatologische Untersuchung (Hautarzt) hilfreich sein. In sehr seltenen Fällen, bei ungewöhnlich ausgedehntem Befund, wird eine weitere Abklärung empfohlen.
Wichtig ist die Unterscheidung des Mongolenflecks von anderen Hautveränderungen, insbesondere von Blutergüssen (Hämatomen). Da Mongolenflecken blauen Blutergüssen ähneln können, ist es wichtig, dass Ärzte, Erzieherinnen und Erzieher sowie andere Betreuungspersonen über das Erscheinungsbild informiert sind, um keine falsche Verdachtsdiagnose zu stellen. Im Gegensatz zu einem Bluterguss:
Da der Mongolenfleck harmlos ist und sich meist von selbst zurückbildet, ist in den allermeisten Fällen keine Behandlung notwendig. Eltern sollten beruhigt werden, dass es sich um eine normale Variante handelt. In sehr seltenen Fällen, wenn ein Mongolenfleck im Erwachsenenalter fortbesteht und als störend empfunden wird, besteht prinzipiell die Möglichkeit einer Laserbehandlung durch einen Dermatologen oder eine Dermatologin. Diese ist jedoch kein Standardverfahren und wird individuell entschieden.
Eltern von Babys mit Mongolenfleck sollten wissen: