-
DE
Die Trinkmenge eines Babys hängt stark vom Alter, Gewicht und der Art der Ernährung ab. In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung die einzige Nahrungsquelle und deckt gleichzeitig den gesamten Flüssigkeitsbedarf ab. Mit der Einführung von Beikost ab etwa dem 6. Lebensmonat ändert sich der Flüssigkeitsbedarf, und zusätzliches Wasser oder ungezuckerter Tee wird empfohlen.
Neugeborene trinken in den ersten Tagen nach der Geburt noch sehr kleine Mengen, da der Magen noch sehr klein ist. Die Trinkmenge steigt jedoch rasch an:
Im Laufe des ersten Halbjahres steigt die Trinkmenge pro Mahlzeit, während die Anzahl der Mahlzeiten abnimmt:
Als Faustregel gilt: Der tägliche Milchbedarf beträgt etwa 150–200 ml pro Kilogramm Körpergewicht, maximal jedoch 900 ml pro Tag.
Mit Einführung der Beikost ab dem 6. Monat wird zusätzlich Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungezuckertem Tee empfohlen. Die Milchmenge reduziert sich schrittweise:
Beim Stillen ist die exakte Trinkmenge schwer messbar. Als Orientierung gilt, dass das Baby ausreichend trinkt, wenn es regelmäßig nasse Windeln produziert (mindestens 6–8 pro Tag) und stetig zunimmt. Beim Fläschchen lässt sich die Menge genau ablesen und kontrollieren. Wichtig ist, das Baby niemals zur Flasche zu zwingen, wenn es satt ist.
Eltern können an folgenden Anzeichen erkennen, dass ihr Baby genügend trinkt:
Dehydration (Austrocknung) beim Baby ist ein medizinischer Notfall. Folgende Zeichen sollten sofort ärztlich abgeklärt werden:
In den ersten 6 Lebensmonaten benötigt ein gestilltes oder mit Fläschennahrung ernährtes Baby kein zusätzliches Wasser, da Muttermilch und Säuglingsnahrung den Flüssigkeitsbedarf vollständig decken. Ab dem 6. Monat mit Einführung der Beikost kann stilles, gefiltertes Leitungswasser oder abgekochtes Wasser in kleinen Mengen gegeben werden. Ungezuckerter Kamillen- oder Fencheltee ist ebenfalls geeignet. Säfte, Limonaden oder Kuhmilch sollten im ersten Lebensjahr vermieden werden.