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Wasser für Babynahrung bezeichnet Wasser, das speziell zur Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung, Breien oder Tees für Babys und Kleinkinder verwendet wird. Da das Immunsystem von Säuglingen noch nicht vollständig entwickelt ist, stellt die Qualität des verwendeten Wassers eine besonders wichtige Grundlage für die Gesundheit des Kindes dar. Keime, Schwermetalle, Nitrat und andere Schadstoffe können für Säuglinge deutlich gefährlicher sein als für Erwachsene.
Grundsätzlich gibt es mehrere Wasserquellen, die für die Zubereitung von Babynahrung in Frage kommen. Entscheidend sind dabei folgende Eigenschaften:
Speziell als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gekennzeichnetes Mineralwasser erfüllt strenge Grenzwerte für Nitrat, Natrium und andere Inhaltsstoffe. Solche Produkte sind in Deutschland mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ auf dem Etikett versehen und unterliegen der Mineral- und Tafelwasserverordnung.
In vielen deutschen Städten erfüllt Leitungswasser die Qualitätsanforderungen für Babynahrung. Vor der Verwendung empfiehlt es sich jedoch, beim zuständigen Wasserversorger nach den aktuellen Messwerten zu fragen. Wichtig: Wasser aus alten Bleileitungen oder Leitungen mit hohem Kupfergehalt ist für Babys nicht geeignet.
Das Abkochen von Wasser ist eine wirksame Methode, um Keime und Bakterien abzutöten. Das Wasser sollte mindestens eine Minute sprudelnd kochen und anschließend auf etwa 37 bis 40 Grad Celsius abgekühlt werden, bevor es zur Zubereitung von Milchnahrung verwendet wird. Abgekochtes Wasser sollte nicht länger als 24 Stunden aufbewahrt werden, da sich danach erneut Keime bilden können.
Wichtig zu beachten: Abkochen entfernt keine chemischen Schadstoffe wie Nitrat oder Schwermetalle. Bei erhöhten Nitratwerten hilft ausschließlich der Wechsel zu einem geeigneteren Wasser.
Handelsübliche Wasserfilter (z. B. Aktivkohlefilter) sind für die Aufbereitung von Babynahrungswasser nicht empfehlenswert, da sie zwar einige Inhaltsstoffe reduzieren, aber gleichzeitig eine ideale Umgebung für Keimwachstum bieten können. Umkehrosmoseanlagen entfernen zwar viele Schadstoffe, können jedoch auch wichtige Mineralstoffe herausfiltern und sind für den Haushaltsgebrauch aufwendig zu warten.
Neben der Wasserqualität spielt auch die Hygiene bei der Zubereitung von Babynahrung eine entscheidende Rolle:
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfehlen für die Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung ausschließlich Wasser zu verwenden, das die spezifischen Grenzwerte für Babynahrung erfüllt. Bei Unsicherheiten sollten Eltern stets ihren Kinderarzt oder eine Ernährungsberatung hinzuziehen.