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Weißweinessig ist ein aus Weißwein fermentierter Speiseessig, der in vielen Küchen als Würzmittel, Salatdressing oder Konservierungsmittel eingesetzt wird. Während der Schwangerschaft fragen sich viele werdende Mütter, ob der Gebrauch von Weißweinessig unbedenklich ist. Grundsätzlich gilt: In kleinen Mengen, wie sie beim Kochen und Wwürzen üblich sind, ist Weißweinessig für Schwangere in der Regel sicher.
Weißweinessig entsteht durch die zweistufige Fermentation von Weißwein. Zunächst wird der Zucker im Wein durch Hefen zu Alkohol vergoren, anschließend wird dieser Alkohol durch Essigsäurebakterien (Acetobacter) zu Essigsäure umgewandelt. Das Endprodukt enthält in der Regel:
Der Alkoholgehalt im fertigen Essig ist durch die Fermentation so weit reduziert, dass er lebensmittelrechtlich nicht als alkoholisches Getränk gilt.
Die Frage nach der Sicherheit von Weißweinessig in der Schwangerschaft betrifft vor allem zwei Aspekte: den Restalkohol und die Essigsäure.
Der im Weißweinessig enthaltene Restalkohol ist äußerst gering und üblicherweise in küchenmäßigen Mengen (wenige Essslöffel) vernachlässigbar. Dennoch empfehlen medizinische Fachgesellschaften wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), während der Schwangerschaft generell auf Alkohol zu verzichten, da kein sicherer Grenzwert bekannt ist. Da der Restalkoholgehalt in Essig jedoch extrem niedrig ist, gilt die normale Küchenverwendung als unbedenklich.
Die im Weißweinessig enthaltene Essigsäure ist in üblichen Mengen für Schwangere nicht gefährlich. Der Körper kann Essigsäure gut verarbeiten. Große Mengen könnten jedoch die Magenschleimhaut reizen und bei bestehender Sodbrennen-Neigung – die in der Schwangerschaft häufig vorkommt – Beschwerden verstärken.
Im Handel erhältlicher Weißweinessig ist in der Regel pasteurisiert und damit mikrobiologisch sicher. Nicht pasteurisierter oder roher Essig (z. B. bestimmte naturtrübe Sorten mit der sogenannten Essigmutter) kann theoretisch Bakterien oder Keime enthalten. Schwangere sollten daher bevorzugt pasteurisierten Essig verwenden, da ihr Immunsystem in der Schwangerschaft verändert ist und sie anfälliger für bestimmte Infektionen sein können.
Weißweinessig wird in der Volksmedizin und in der modernen Ernährungswissenschaft mit verschiedenen positiven Effekten in Verbindung gebracht, darunter:
Diese Effekte sind in üblichen Küchenmengen allerdings begrenzt und kein Grund, Weißweinessig gezielt als Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft einzusetzen.
Schwangere sollten bei der Verwendung von Weißweinessig in folgenden Situationen besondere Vorsicht walten lassen:
In der Zusammenfassung gelten für schwangere Frauen folgende Orientierungspunkte zum Thema Weißweinessig: