Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
0-9 A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z
Lexikon Navigation

Zähneknirschen bei Kleinkindern

Was ist Zähneknirschen bei Kleinkindern?

Zähneknirschen bei Kleinkindern, medizinisch als Bruxismus bezeichnet, beschreibt das unwillkürliche Knirschen, Reiben oder Pressen der Zähne. Es tritt überwiegend während des Schlafs auf, kann aber auch im Wachzustand vorkommen. Studien schätzen, dass bis zu 38 Prozent aller Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter zeitweise von Bruxismus betroffen sind. In den meisten Fällen verschwindet das Zähneknirschen mit dem natürlichen Zahnwechsel von selbst.

Ursachen

Die genauen Ursachen des kindlichen Bruxismus sind noch nicht vollständig erforscht. Es werden jedoch verschiedene Faktoren diskutiert:

  • Zahnentwicklung und Zahnen: Während der Zahnungsphasen reagieren viele Kleinkinder mit verstärktem Knirschen, da das Kaugelenk und die Zahnreihen noch nicht vollständig aufeinander abgestimmt sind.
  • Stress und Überforderung: Emotionaler Stress, Trennungsangst, Schlafprobleme oder neue Lebenssituationen wie ein Kindergarteneintritt können Bruxismus begünstigen.
  • Schlafstörungen: Kinder mit unruhigem Schlaf, Schnarchen oder obstruktiver Schlafapnoe zeigen häufiger Bruxismus.
  • Genetische Veranlagung: Zähneknirschen kann familiär gehäuft auftreten, was auf eine erbliche Komponente hinweist.
  • Neurologische Faktoren: Kinder mit neurologischen Erkrankungen oder Entwicklungsbesonderheiten wie ADHS sind häufiger betroffen.
  • Fehlbiss: Eine fehlerhafte Okklusion, also ein nicht optimaler Biss, kann als auslösender Faktor wirken.

Symptome

Eltern bemerken Zähneknirschen bei Kleinkindern oft durch typische Anzeichen:

  • Schleifende oder knirschende Geräusche aus dem Kinderzimmer während des Schlafs
  • Abnutzung der Zahnschmelzoberfläche, sichtbar an abgeriebenen Zahnspitzen
  • Klagen über Zahnschmerzen oder Kieferschmerzen am Morgen
  • Empfindlichkeit der Zähne gegenüber warmen oder kalten Speisen
  • Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Kaumuskulatur
  • In seltenen Fällen: Kopfschmerzen beim Aufwachen

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel durch eine zahnmedizinische Untersuchung gestellt. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin prüft dabei:

  • Den Zustand des Zahnschmelzes und mögliche Abriebspuren an den Zähnen
  • Die Kiefergelenkfunktion und den Biss
  • Die Kaumuskulatur auf Verspannungen oder Druckempfindlichkeit

Zusätzlich werden Eltern nach dem Schlafverhalten und möglichen Stressfaktoren des Kindes befragt. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Schlafstörung kann eine Polysomnographie (Schlaflaboruntersuchung) empfohlen werden.

Behandlung

In vielen Fällen ist keine spezifische Behandlung notwendig, da das Zähneknirschen bei Kleinkindern häufig von selbst aufhört. Je nach Schweregrad und Ursache gibt es jedoch verschiedene Ansätze:

Entspannung und Stressabbau

Da Stress ein wesentlicher Ausloser sein kann, helfen entspannende Abendroutinen wie ruhige Badezeit, Vorleserituale oder sanfte Musik dabei, das Kind vor dem Schlafen zu beruhigen. Auch Spielzeug zum Kaubeissen oder Beissringe können während der Zahnungsphase Erleichterung bringen.

Zahnmedizinische Massnahmen

Bei starkem Abrieb des Zahnschmelzes kann der Zahnarzt spezielle Aufbissschienen empfehlen. Diese sind für Kleinkinder jedoch nur selten geeignet und werden eher für ältere Kinder eingesetzt. Regelmässige Zahnarztbesuche sind wichtig, um den Zustand der Zähne zu überwachen.

Behandlung von Grunderkrankungen

Falls eine Schlafstörung wie Schlafapnoe vorliegt, sollte diese gezielt behandelt werden, da dies den Bruxismus oft deutlich reduziert. Auch ein Fehlbiss kann durch kieferorthopädische Massnahmen korrigiert werden.

Ernährung und Schlafhygiene

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Magnesium und Kalzium unterstützt die Muskel- und Nervengesundheit. Regelmässige Schlafzeiten und ein ruhiges Schlafumfeld fördern erholsamen Schlaf und können Bruxismus-Episoden reduzieren.

Wann zum Arzt?

Eltern sollten einen Zahnarzt aufsuchen, wenn:

  • das Zähneknirschen mehr als einige Wochen andauert
  • sichtbare Abnutzung der Zähne erkennbar ist
  • das Kind über Schmerzen im Kiefer oder in den Zähnen klagt
  • das Kind regelmässig mit Kopfschmerzen aufwacht
  • das Schlafen stark beeinträchtigt erscheint oder Schnarchen beobachtet wird

Prognose

Die Prognose für kindlichen Bruxismus ist in der Regel gut. Die meisten Kleinkinder überwinden das Zähneknirschen spontan, spätestens mit dem Übergang zum bleibenden Gebiss. Nur bei einem kleinen Teil der betroffenen Kinder setzt sich Bruxismus bis ins Erwachsenenalter fort. Regelmässige Zahnarztbesuche helfen dabei, mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Quellen

  1. Lobbezoo F. et al. - Bruxism defined and graded: an international consensus. Journal of Oral Rehabilitation, 2013.
  2. Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) - Leitlinien und Empfehlungen zu Bruxismus, 2022.
  3. Manfredini D. et al. - Epidemiology of bruxism in children: a systematic review of the literature. Journal of Oral Rehabilitation, 2013.
Produktgalerie überspringen
Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €

Geprüfte Qualität & Reinheit

Entwickelt in Deutschland
Laboranalytisch geprüft
Laktose
Mit MFGM
Milchfett aus Sahne
Mit Lactoferrin
Ohne Zusatzstoffe
Ohne Palmöl, Fischöl und Maltodextrin