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Zahnpasta für Babys ist ein speziell entwickeltes Zahnpflegeprodukt für Säuglinge und Kleinkinder. Im Unterschied zu herkömmlicher Erwachsenenzahnpasta enthält sie deutlich weniger oder gar kein Fluorid und ist frei von scharfen Reinigungsmitteln wie Natriumlaurylsulfat (SLS). Da Babys und Kleinkinder die Zahnpasta oft verschlucken, müssen alle Inhaltsstoffe sicher und unbedenklich sein. Die Zahnpasta ist meist mild im Geschmack – zum Beispiel in Frucht- oder milden Minzaromen – um die Akzeptanz beim Kind zu fördern.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sowie die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Prävention (DGZMK) empfehlen, sobald der erste Milchzahn durchbricht – in der Regel zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat – mit dem Zähneputzen zu beginnen. Dafür wird eine reiskorngroße Menge Zahnpasta verwendet.
Fluorid ist ein wichtiger Wirkstoff zum Schutz der Zähne vor Karies. Es stärkt den Zahnschmelz und hemmt das Wachstum von kariesverursachenden Bakterien. Da Babys und Kleinkinder die Zahnpasta noch nicht ausreichend ausspucken können, ist es wichtig, nur eine sehr kleine Menge zu verwenden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Eine übermäßige Fluoridaufnahme in der frühen Kindheit kann zu Dentalfluorose führen – einer Veränderung des Zahnschmelzes, die sich als weiße Flecken oder Streifen auf den Zähnen zeigt. Daher ist die richtige Dosierung entscheidend.
Bei der Auswahl einer Babyzahnpasta sollten Eltern auf folgende Punkte achten:
Das Zähneputzen bei Babys erfordert besondere Sorgfalt und Geduld. Folgende Tipps helfen dabei:
Fluoridfreie Babyzahnpasten sind auf dem Markt erhältlich und können eine Option sein, wenn das Kind bereits über Nahrungsmittel oder Fluoridtabletten genügend Fluorid aufnimmt. Die individuelle Entscheidung sollte jedoch immer in Absprache mit dem Kinderarzt oder der Kinder-Zahnärztin getroffen werden.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch – also einer reiskornsgroßen Menge – ist das gelegentliche Verschlucken von Babyzahnpasta in der Regel unbedenklich. Werden größere Mengen verschluckt, sollte umgehend der ärztliche Bereitschaftsdienst oder ein Giftnotruf kontaktiert werden.
Der Übergang von Babyzahnpasta auf Kinderzahnpasta erfolgt in der Regel ab dem 2. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt kann eine erbsengroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid verwendet werden.
Milchzähne sind wichtig für die Sprachentwicklung, das Kauen und als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Daher sollte ihre Pflege ernst genommen werden. Zusätzlich zum regelmäßigen Zähneputzen empfehlen Zahnmediziner: