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Zervixschleim (auch Gebärmutterhalsschleim oder zervikaler Schleim genannt) ist eine Flüssigkeit, die von Drüsenzellen im Gebärmutterhals (Zervix) produziert wird. Seine Konsistenz, Farbe und Menge verändern sich im Laufe des Menstruationszyklus und insbesondere während einer Schwangerschaft. Viele Frauen beobachten ihren Zervixschleim als natürliche Methode zur Zyklusbeobachtung oder zur Feststellung einer möglichen Schwangerschaft.
Im Verlauf des Menstruationszyklus verändert sich der Zervixschleim in typischen Phasen:
Nach einer erfolgreichen Befruchtung bleibt der Progesteronspiegel im Körper erhöht. Dadurch verändert sich auch der Zervixschleim. Viele Frauen berichten in der frühen Schwangerschaft über:
Diese Veränderungen allein sind kein sicheres Zeichen einer Schwangerschaft, können aber im Zusammenhang mit anderen Anzeichen auf eine Schwangerschaft hinweisen. Ein Schwangerschaftstest liefert Gewissheit.
Im Verlauf einer Schwangerschaft erfüllt der Zervixschleim eine wichtige Schutzfunktion. Die Zervix bildet den sogenannten Schleimpfropf (Zervixpfropf), der den Eingang zur Gebärmutter verschließt und das ungeborene Kind vor Infektionen schützt.
Bestimmte Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft sollten ärztlich abgeklärt werden:
Gegen Ende der Schwangerschaft, meist kurz vor der Geburt, löst sich der Schleimpfropf. Viele Frauen bemerken dies als vermehrten, gallertartigen oder leicht blutigen Ausfluss. Dieses Ereignis wird umgangssprachlich auch als Zeichnen bezeichnet und kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Geburtsbeginn sein – der Zeitpunkt variiert jedoch stark (von Stunden bis mehreren Wochen vor der Geburt).
Die Beobachtung des Zervixschleims ist Bestandteil der natürlichen Familienplanung (NFP) und der Billings-Ovulations-Methode. Frauen lernen dabei, die täglichen Veränderungen ihres Schleims zu dokumentieren, um fruchtbare und unfruchtbare Tage zu erkennen. In Kombination mit der Basaltemperaturmessung und der Beobachtung des Zervixstandes ergibt sich die symptothermale Methode.
Folgende Situationen erfordern eine ärztliche oder gynäkologische Abklärung: