Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
0-9 A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z
Lexikon Navigation

CTG

Was ist ein CTG?

Das CTG – kurz für Kardiotokographie (auch: Cardiotocographie) – ist ein diagnostisches Verfahren, das in der Gynäkologie und Geburtshilfe eingesetzt wird. Es zeichnet simultan die fetale Herzfrequenz (Herzschlag des ungeborenen Kindes) und die Uterusaktivität (Wehentätigkeit der Mutter) auf. Das Ergebnis wird als Kardiotokogramm bezeichnet und grafisch auf einem Papierstreifen oder einem digitalen Monitor dargestellt.

Das CTG gehört zu den Standarduntersuchungen in der Schwangerschaftsvorsorge ab der 28. Schwangerschaftswoche sowie zur Routineüberwachung während des Geburtsvorgangs.

Wie funktioniert ein CTG?

Für die Durchführung eines CTGs werden zwei Messsensoren mit einem elastischen Gurt am Bauch der Schwangeren befestigt:

  • Ultraschall-Doppler-Sensor: Dieser Sensor erkennt den fetalen Herzschlag mithilfe von Ultraschallwellen und zeichnet die Herzfrequenz des Kindes kontinuierlich auf.
  • Drucksensor (Tokometer): Dieser misst die Veränderungen des Bauchdrucks und erfasst so die Stärke und Häufigkeit der Wehen.

Beide Messwerte werden gleichzeitig auf einem Monitor angezeigt und aufgezeichnet. Eine typische CTG-Messung dauert zwischen 20 und 30 Minuten. In speziellen klinischen Situationen kann auch ein internes CTG eingesetzt werden, bei dem eine Elektrode direkt an der kindlichen Kopfhaut befestigt wird – dies ist jedoch nur nach dem Blasensprung möglich.

Wann wird ein CTG eingesetzt?

Das CTG wird in verschiedenen klinischen Situationen angewendet:

  • Vorsorgeuntersuchungen: Ab der 28. Schwangerschaftswoche wird das CTG regelmäßig im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge durchgeführt, um das Wohlbefinden des Kindes zu kontrollieren.
  • Unter der Geburt: Das CTG ist das wichtigste Überwachungsinstrument während des Geburtsverlaufs, um Anzeichen einer kindlichen Gefährdung (fetale Hypoxie) frühzeitig zu erkennen.
  • Risikoschwangerschaften: Bei erhöhtem Risiko (z. B. bei Bluthochdruck, Diabetes, Mehrlingsschwangerschaften, Übertragung oder verminderten Kindsbewegungen) wird das CTG engmaschiger eingesetzt.
  • Einleitung der Geburt: Bei medikamentöser Geburtseinleitung wird das CTG zur Überwachung der Wehen und der kindlichen Reaktion genutzt.

Was wird im CTG bewertet?

Bei der Auswertung eines CTGs achten Ärzte und Hebammen auf folgende Parameter:

  • Baseline (Grundfrequenz): Die durchschnittliche Herzfrequenz des Kindes in Ruhe. Normalwert: 110–160 Schläge pro Minute.
  • Variabilität: Die natürlichen, kurzfristigen Schwankungen der Herzfrequenz, die auf ein gut funktionierendes Nervensystem hinweisen.
  • Akzelerationen: Vorübergehende Anstiege der Herzfrequenz, häufig als Reaktion auf Kindsbewegungen – ein positives Zeichen.
  • Dezelerationen: Vorübergehende Absenkungen der Herzfrequenz. Je nach Zeitpunkt und Form können sie harmlos oder ein Hinweis auf kindliche Belastung sein.
  • Wehentätigkeit: Häufigkeit, Dauer und Stärke der Wehen.

Auf Basis dieser Parameter wird das CTG in der Regel in normal (reaktiv), suspekt oder pathologisch eingeteilt. International werden dafür verschiedene Klassifikationssysteme verwendet, z. B. die FIGO-Klassifikation.

Sicherheit und Grenzen des CTG

Das CTG ist eine nicht-invasive und für Mutter und Kind sichere Untersuchungsmethode. Es werden keine Röntgenstrahlen oder schädliche Strahlen eingesetzt. Die Methode hat jedoch auch Grenzen:

  • Die Interpretation eines CTGs erfordert Erfahrung, da Befunde manchmal mehrdeutig sein können.
  • Ein auffälliges CTG führt nicht immer zu einer tatsächlichen kindlichen Gefährdung (hohe Rate falsch-positiver Befunde).
  • Das CTG allein reicht nicht immer aus und wird bei Bedarf durch weitere diagnostische Verfahren ergänzt, z. B. durch die Fetalblutanalyse (Mikroblutuntersuchung, MBU) oder die Doppler-Sonographie.

Quellen

  1. Stauber, M. & Weyerstahl, T.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. 4. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2013.
  2. Ayres-de-Campos, D. et al.: FIGO consensus guidelines on intrapartum fetal monitoring: Cardiotocography. International Journal of Gynecology & Obstetrics, 131(1):13–24, 2015.
  3. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Mutterschafts-Richtlinien. Zuletzt geändert 2024. Verfügbar unter: https://www.g-ba.de
Produktgalerie überspringen
Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €

Geprüfte Qualität & Reinheit

Entwickelt in Deutschland
Laboranalytisch geprüft
Laktose
Mit MFGM
Milchfett aus Sahne
Mit Lactoferrin
Ohne Zusatzstoffe
Ohne Palmöl, Fischöl und Maltodextrin