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DHA steht für Docosahexaensäure (englisch: Docosahexaenoic Acid) und gehört zur Gruppe der langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil von Zellmembranen, insbesondere im Gehirn, der Netzhaut (Retina) des Auges und im Herz-Kreislauf-System. Der menschliche Körper kann DHA nur in geringen Mengen selbst aus der Vorstufe Alpha-Linolensäure (ALA) herstellen, weshalb eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel wichtig ist.
DHA erfüllt im Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:
DHA kommt hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor, die selbst DHA-reiche Algen gefressen haben:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von mindestens 200 mg DHA pro Tag. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt diesen Richtwert und empfiehlt für Schwangere und Stillende eine zusätzliche Aufnahme von 100 bis 200 mg DHA täglich über den allgemeinen Bedarf hinaus. Zur Senkung erhöhter Triglyzeridwerte werden in der klinischen Praxis höhere Dosen von 2 bis 4 g pro Tag eingesetzt, jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht.
Ein DHA-Mangel kann sich auf vielfältige Weise äußern:
Risikogruppen für einen DHA-Mangel sind Veganer und Vegetarier, Schwangere, Stillende sowie Säuglinge, die keine DHA-angereicherte Nahrung erhalten.
DHA gilt bei moderatem Konsum als sicher. Die EFSA hat Tagesdosen von bis zu 5 g EPA und DHA kombiniert als unbedenklich eingestuft. Bei sehr hohen Dosen können jedoch folgende Effekte auftreten:
Personen, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme von DHA-Präparaten in hohen Dosen ärztlichen Rat einholen.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ausreichende DHA-Versorgung besonders wichtig. DHA wird aktiv über die Plazenta und die Muttermilch an das Kind weitergegeben und ist für die Reifung des Gehirns und der Augen des Kindes essenziell. Die EFSA empfiehlt Schwangeren und Stillenden eine DHA-Aufnahme von mindestens 200 mg pro Tag zusätzlich zur allgemeinen Bevorzugung von Omega-3-reichen Lebensmitteln. Bei Veganerinnen und Vegetarierinnen bietet sich die Supplementierung mit Algenöl als sichere Alternative zu Fischöl an.