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Einschlafstillen beschreibt die Praxis, ein Baby oder Kleinkind während des Stillens einschlafen zu lassen. Dabei dient die Brust nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern gleichzeitig als Beruhigungs- und Einschlafhilfe. Diese Methode ist weltweit weit verbreitet und gilt als natürliche Reaktion auf die Bedürfnisse eines Säuglings nach Nähe, Wärme und Geborgenheit.
Das Saugen an der Brust löst im Gehirn des Babys die Ausschüttung von Hormonen wie Oxytocin und Cholecystokinin aus, die eine beruhigende und schlaffFördernde Wirkung haben. Auch die Muttermilch selbst enthält schlafFördernde Substanzen wie Tryptophan, eine Aminosäure, die als Vorstufe des Schlafhormons Melatonin gilt.
Das Einschlafstillen bietet sowohl für das Baby als auch für die Mutter verschiedene Vorteile:
Obwohl Einschlafstillen viele Vorteile hat, können sich im Laufe der Zeit auch Herausforderungen ergeben:
Wenn ein Baby es gewohnt ist, nur an der Brust einzuschlafen, kann es schwierig werden, es auf andere Weise zu beruhigen. Wacht das Kind nachts auf, benötigt es möglicherweise erneut die Brust, um wieder einzuschlafen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer Schlafassoziation. Ob und wie stark dies als Problem empfunden wird, ist individuell unterschiedlich.
Ab dem Zeitpunkt, ab dem die ersten Zähne durchbrechen (meist ab dem 6. Lebensmonat), sollte auf die Zahngesundheit geachtet werden. Muttermilch enthält natürlichen Zucker (Laktose), der bei häufigem und langem Kontakt mit den Zähnen, insbesondere nachts, zur Entstehung von Karies beitragen kann. Kinderzähne sollten daher regelmäßig gereinigt werden, sobald sie sichtbar sind.
Häufiges nächtliches Stillen kann auf Dauer zu Schlafmangel und Erschöpfung bei der stillenden Person führen. Es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF empfehlen, Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen und das Stillen bis zum zweiten Lebensjahr oder darüber hinaus fortzuführen, sofern Mutter und Kind es wünschen. Zum Einschlafstillen selbst gibt es keine generelle Empfehlung dagegen, jedoch weisen Fachleute darauf hin, dass ab dem 6. Lebensmonat die Zahnpflege berücksichtigt werden sollte.
Viele Stillberaterinnen (IBCLC – International Board Certified Lactation Consultants) betonen, dass Einschlafstillen eine normale und biologisch sinnvolle Praxis ist, die dem natürlichen Verhalten von Säuglingen entspricht.
Wenn Eltern das Einschlafstillen verändern oder beenden möchten, gibt es verschiedene sanfte Alternativen:
In den meisten Fällen ist Einschlafstillen unbedenklich. Ärztlicher Rat ist jedoch empfehlenswert, wenn: