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Die Fluoridprophylaxe beim Baby bezeichnet die gezielte Zufuhr von Fluorid im Säuglings- und Kleinkindalter, um die Zahngesundheit frühzeitig zu schützen. Fluorid ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das die Zahnhartsubstanz stärkt und die Entstehung von Karies (Zahnfäule) hemmt. Da die ersten Milchzähne bereits ab dem sechsten Lebensmonat durchbrechen, beginnt die Prophylaxe idealerweise schon in den ersten Lebenswochen.
Fluorid wirkt auf zwei Ebenen: Zum einen wird es in den Zahnschmelz eingebaut, der dadurch widerstandsfähiger gegen Säureangriffe durch Bakterien wird. Zum anderen hemmt es das Wachstum kariesverursachender Bakterien im Mund. Bei Säuglingen, deren Milchzähne sich noch in der Entwicklung befinden, kann eine ausreichende Fluoridversorgung die langfristige Zahnqualität positiv beeinflussen. Milchzähne sind wichtig für das Kauen, die Sprachentwicklung und als Platzhalter für die späteren bleibenden Zähne.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sowie die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfehlen für Säuglinge und Kleinkinder folgendes Vorgehen:
Früher wurden Säuglingen häufig kombinierte Vitamin-D- und Fluorid-Tabletten verabreicht. Heute wird Vitamin D zur Rachitisvorbeugung separat gegeben, während Fluorid über Zahncreme oder fluoridiertes Salz zugeführt wird. Eltern sollten die aktuellen Empfehlungen ihres Kinderarztes oder ihrer Kinderzahnärztin befolgen.
Die wichtigsten Fluoridquellen im Säuglings- und Kleinkindalter sind:
Eine zu hohe Fluoridaufnahme kann zu Dentalfluorose führen – weißlichen Flecken oder Streifen auf den Zähnen, die durch übermäßige Fluorideinlagerung während der Zahnentwicklung entstehen. Deshalb ist es wichtig, die empfohlenen Dosierungen einzuhalten und verschiedene Fluoridquellen nicht unkontrolliert zu kombinieren. Eltern sollten darauf achten, dass kleine Kinder die Zahncreme nicht in großen Mengen schlucken.
Eltern sollten folgende Punkte mit dem Kinderarzt oder der Kinderzahnärztin besprechen: