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Gorgonzola ist ein italienischer Blauschimmelkäse mit einem intensiven Aroma und einer charakteristischen Marmorierung durch Schimmelpilzkulturen. In der Schwangerschaft stellt sich vielen werdenden Müttern die Frage, ob dieser Käse sicher verzehrt werden darf. Die Antwort erfordert eine genaue Betrachtung der Eigenschaften des Käses sowie der damit verbundenen Risiken.
Der Hauptgrund, weshalb Gorgonzola während der Schwangerschaft gemieden werden sollte, liegt in seinem erhöhten Risiko für eine Kontamination mit dem Bakterium Listeria monocytogenes. Dieses Bakterium kann eine Infektion namens Listeriose verursachen, die für schwangere Frauen, ihre ungeborenenen Kinder sowie für Neugeborene besonders gefährlich ist.
Die Listeriose ist eine durch Listerien ausgelöste Infektionskrankheit. Bei gesunden Erwachsenen verläuft sie häufig mild oder ohne Symptome. In der Schwangerschaft kann sie jedoch schwerwiegende Folgen haben:
Symptome einer Listeriose bei der Mutter können grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit und gelegentlich Durchfall ähneln.
Renommierte Gesundheitsbehörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen schwangeren Frauen ausdrücklich, auf Weich- und Halbweichschimmelkäsesorten wie Gorgonzola, Roquefort oder Brie zu verzichten. Dies gilt unabhängig davon, ob der Käse aus pasteurisierter oder nicht pasteurisierter Milch hergestellt wurde.
Wird Gorgonzola auf eine Kerntemperatur von mindestens 70 °C erhitzt – zum Beispiel auf einer heißen Pizza oder in einer Sosße – werden Listerien abgetötet. In diesem Fall gilt der Verzehr als deutlich weniger riskant. Dennoch empfehlen viele Fachgesellschaften, auch erhitzten Blauschimmelkäse in der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen und im Zweifelsfall darauf zu verzichten. Wichtig ist, dass der Käse wirklich durch und durch heiß ist und nicht nur oberflächlich erwärmt wurde.
Schwangere Frauen müssen nicht vollständig auf Käsegenuss verzichten. Folgende Käsesorten gelten als sicher, sofern sie aus pasteurisierter Milch hergestellt wurden:
Grundsätzlich gilt: Je härter und trockener der Käse, desto geringer ist das Listerienrisiko, da Listerien Feuchtigkeit benötigen, um sich zu vermehren.