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Koffein ist eine natürlich vorkommende Substanz, die in Kaffee, Tee, Schokolade, Energy-Drinks und bestimmten Medikamenten enthalten ist. Während der Stillzeit stellt sich für viele Mütter die Frage, ob Koffein für das gestillte Baby unbedenklich ist. Grundlegend gilt: Koffein geht in die Muttermilch über und kann das Neugeborene beeinflussen – maßvoller Konsum ist daher entscheidend.
Nach dem Konsum koffeinhaltiger Getränke oder Speisen wird Koffein rasch über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und gelangt in den Blutkreislauf der Mutter. Von dort übertritt es in die Muttermilch. Die Konzentration in der Muttermilch erreicht typischerweise etwa 30 bis 60 Minuten nach dem Konsum ihren Höchstwert. Der Anteil von Koffein in der Muttermilch entspricht etwa 0,06 bis 1,5 Prozent der von der Mutter aufgenommenen Menge.
Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Fähigkeit von Säuglingen, Koffein abzubauen, deutlich eingeschränkt. Der Grund dafür liegt in der noch unreifen Leber und den fehlenden Enzymkapazitäten. Die Halbwertszeit von Koffein – also die Zeit, die der Körper benötigt, um die Hälfte der Substanz abzubauen – beträgt bei Neugeborenen bis zu 100 Stunden, während sie bei Erwachsenen nur etwa 3 bis 5 Stunden beträgt. Mit zunehmendem Alter des Säuglings verbessert sich die Verstoffwechselung deutlich.
Verschiedene internationale Gesundheitsbehörden haben Empfehlungen zur maximalen Koffeinaufnahme während der Stillzeit herausgegeben:
Bei mäßigem Konsum innerhalb dieser Grenzen gilt Koffein in der Stillzeit als weitgehend unbedenklich.
Wird die empfohlene Tagesmenge überschritten, können sich bei einigen Säuglingen folgende Symptome zeigen:
Besonders empfindlich reagieren Neugeborene und Frühgeborene, da deren Stoffwechsel noch weniger ausgereift ist. Ältere Säuglinge (ab etwa 6 Monaten) verarbeiten Koffein in der Regel deutlich besser.
Stillende Mütter sollten alle Quellen von Koffein im Blick behalten, da sich die Gesamtmenge aus verschiedenen Lebensmitteln und Getränken zusammensetzt:
Um die Koffeinbelastung für das Baby möglichst gering zu halten, empfehlen Experten folgende Maßnahmen:
Wenn ein Säugling trotz mäßigem Koffeinkonsum der Mutter dauerhaft unruhig ist, Schlafprobleme zeigt oder andere unerklärliche Symptome aufweist, sollte eine Ärztin oder ein Arzt sowie eine Stillberaterin aufgesucht werden. In einzelnen Fällen kann eine individuelle Empfindlichkeit des Kindes gegenüber Koffein vorliegen, die einen vollständigen Verzicht ratsam macht.