Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
0-9 A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z
Lexikon Navigation

Kopfgneis

Was ist Kopfgneis?

Kopfgneis – auch bekannt als Milchschorf oder medizinisch als seborrhoische Dermatitis des Säuglingsalters – ist eine sehr verbreitete, nicht ansteckende Hauterkrankung bei Neugeborenen und Kleinkindern. Sie äußert sich durch fettige, gelbliche bis bräunliche Schuppen oder Krusten auf der Kopfhaut des Babys. Trotz ihres unschönen Aussehens ist Kopfgneis in den meisten Fällen völlig harmlos und verursacht dem Kind keinen Juckreiz oder Schmerzen.

Ursachen

Die genaue Ursache von Kopfgneis ist nicht vollständig geklärt. Als Hauptfaktoren gelten:

  • Überaktivität der Talgdrüsen: Hormone der Mutter, die während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen wurden, können die Talgdrüsen des Säuglings nach der Geburt noch eine Zeit lang anregen. Dies führt zu einer erhöhten Talgproduktion auf der Kopfhaut.
  • Hefepilze (Malassezia): Bestimmte Hefepilze, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen, können zur Entstehung von Kopfgneis beitragen, da sie sich von Talg ernähren.
  • Unreifes Immunsystem: Das noch nicht vollständig ausgereifte Immunsystem des Neugeborenen kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Kopfgneis ist keine Folge mangelhafter Hygiene und kein Zeichen einer Erkrankung der Eltern oder des Kindes.

Symptome

Typische Anzeichen von Kopfgneis sind:

  • Gelbliche, weißliche oder bräunliche, fettig wirkende Schuppen oder Krusten auf der Kopfhaut
  • Auftreten bevorzugt auf dem Scheitel, an der Stirn und hinter den Ohren
  • Gelegentlich Rötung der betroffenen Hautbereiche
  • In selteneren Fällen Ausbreitung auf Augenbrauen, Gesicht, Nacken oder Windelbereich
  • In der Regel kein Juckreiz und keine Schmerzen beim Kind

Diagnose

Die Diagnose von Kopfgneis wird in der Regel durch eine einfache Sichtuntersuchung durch den Kinderarzt gestellt. Die charakteristischen Schuppen und ihr typisches Erscheinungsbild lassen eine eindeutige Diagnose meist ohne weitere Tests zu. In seltenen Fällen, wenn Unsicherheiten bestehen oder ein starker Befall vorliegt, kann eine Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen wie atopischem Ekzem (Neurodermitis) oder einer Pilzinfektion notwendig sein.

Behandlung

Kopfgneis verschwindet bei den meisten Kindern innerhalb der ersten Lebensmonate von selbst, ohne dass eine spezielle Behandlung notwendig ist. Folgende Maßnahmen können jedoch helfen, die Schuppen zu lösen und das Hautbild zu verbessern:

Hausmittel und Basismaßnahmen

  • Einweichen mit Öl: Sanftes Babyöl, Olivenöl oder Kokosöl kann auf die betroffenen Stellen aufgetragen und einige Minuten oder über Nacht einwirken gelassen werden, um die Schuppen zu erweichen.
  • Vorsichtiges Kammen: Nach dem Einweichen können die gelösten Schuppen mit einer weichen Bürste oder einem Kamm mit stumpfen Zähnen behutsam entfernt werden.
  • Regelmäßiges Waschen: Die Kopfhaut des Babys sollte regelmäßig mit einem milden Babyshampoo gewaschen werden.

Medizinische Behandlung

Bei ausgeprägtem oder anhaltenden Kopfgneis kann der Kinderarzt folgende Mittel empfehlen:

  • Spezielle Shampoos: Shampoos mit keratinolytischen (hornlösenden) Wirkstoffen wie Salicylsäure können die Schuppenlösung unterstützen.
  • Antimykotische Cremes: Bei Verdacht auf eine Beteiligung von Hefepilzen kann der Arzt eine antimykotische (pilztötende) Creme verschreiben.
  • Milde Kortison-Präparate: In schweren Fällen mit starker Entzündung kann kurzfristig eine schwach dosierte Kortison-Creme eingesetzt werden.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ein Arztbesuch wegen Kopfgneis nicht zwingend erforderlich. Eltern sollten jedoch einen Kinderarzt aufsuchen, wenn:

  • die Schuppen sich stark ausbreiten oder auf das Gesicht, den Nacken oder den Körper übergehen
  • das Kind unter Juckreiz leidet oder sich kratzt
  • die Haut stark gerötet, nässend oder entzündet ist
  • der Kopfgneis trotz Behandlung nach einigen Wochen nicht besser wird
  • das Kind Fieber entwickelt oder allgemein krank wirkt

Quellen

  1. Augustin M, et al. – S1-Leitlinie Seborrhoische Dermatitis. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), 2020. Verfügbar unter: www.awmf.org
  2. Naldi L, Rebora A. – Seborrheic Dermatitis. New England Journal of Medicine, 2009; 360(4): 387-396.
  3. Bundesministerium für Gesundheit – Gesundes Aufwachsen: Hautpflege bei Säuglingen und Kleinkindern. Verfügbar unter: www.bundesgesundheitsministerium.de
Produktgalerie überspringen
Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM Pre | Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 2 | Folgemilch ab dem 6 Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €
Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Mamilac Lactoferrin + MFGM 3 | Folgemilch ab dem 10. Monat

Inhalt: 0.4 kg (37,38 € / 1 kg)

Regulärer Preis: 14,95 €

Geprüfte Qualität & Reinheit

Entwickelt in Deutschland
Laboranalytisch geprüft
Laktose
Mit MFGM
Milchfett aus Sahne
Mit Lactoferrin
Ohne Zusatzstoffe
Ohne Palmöl, Fischöl und Maltodextrin