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Mascarpone ist ein italienischer Rahmfrischkäse mit einem sehr hohen Fettgehalt von etwa 40–50 Prozent. Er wird aus Wärmesahne hergestellt, die durch Zusätze wie Zitronensäure oder Weinsteinsäure eingedickt wird. Mascarpone wird häufig in Süßspeisen wie Tiramisel verwendet, aber auch in herzhaften Gerichten und Saucen.
Grundsätzlich gilt: Mascarpone ist in der Schwangerschaft in der Regel unbedenklich, sofern er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Der überwiegende Großteil der kommerziell erhältlichen Mascarpone-Produkte im Supermarkt wird aus pasteurisierter Sahne produziert und ist daher für Schwangere geeignet.
Wichtig ist jedoch, stets die Produktkennzeichnung zu prüfen und auf folgende Punkte zu achten:
Listerien sind Bakterien, die in rohen oder nicht ausreichend erhitzten Lebensmitteln vorkommen können. Für gesunde Erwachsene sind sie meist harmlos, können aber für Schwangere gefährlich sein, da sie das Risiko einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder schwerwiegenden Infektion des Neugeborenen erhöhen. Pasteurisierung tötet Listerien effektiv ab, weshalb pasteurisierter Mascarpone als sicher gilt.
Salmonellen können ebenfalls in nicht pasteurisierten Milchprodukten vorkommen. Auch hier bietet die Pasteurisierung einen zuverlässigen Schutz. Mascarpone selbst enthält keine rohen Eier, allerdings sind Speisen wie Tiramisel oft mit rohen Eigelben zubereitet, was ein zusätzliches Salmonellenrisiko darstellt. Schwangere sollten deshalb bei Speisen mit Mascarpone darauf achten, ob diese auch rohe Eier enthalten.
Mascarpone ist ein sehr fettreiches Lebensmittel. Der regelmäßige Verzehr in großen Mengen kann zur übermäßigen Gewichtszunahme während der Schwangerschaft beitragen. Eine moderate Aufnahme ist daher empfehlenswert.
Das klassische Tiramisel-Rezept enthält neben Mascarpone auch rohe Eier und Alkohol (z. B. Amaretto oder Marsala). Beide Zutaten sind während der Schwangerschaft zu meiden. Alkohol ist in der Schwangerschaft nicht sicher und kann das ungeborene Kind schädigen. Schwangere sollten daher klassisches Tiramisel grundSätzlich meiden und stattdessen auf schwangerschaftssichere Varianten zurückgreifen, die ohne rohe Eier und ohne Alkohol zubereitet werden.
In Pasta-Saucen oder anderen warmen Gerichten wird Mascarpone oft erhitzt. Erhitzter Mascarpone ist unbedenklich, da eventuelle Keime durch die Wärme abgetötet werden. Auch hier sollte auf pasteurisierte Produkte geachtet werden.