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Die Mastektomie (auch Mammaamputation oder Brustamputation genannt) ist ein operativer Eingriff, bei dem die Brust ganz oder teilweise entfernt wird. Sie gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen bei Brustkrebs (Mammakarzinom) und kann sowohl therapeutisch als auch präventiv eingesetzt werden. Je nach Ausmaß der Erkrankung und den individuellen Faktoren der Patientin entscheiden Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit der betroffenen Person, welche Art der Mastektomie am geeignetsten ist.
Eine Mastektomie wird in folgenden Situationen empfohlen:
Es gibt verschiedene Formen der Mastektomie, die je nach Erkrankungsstadium und Behandlungsziel eingesetzt werden:
Bei der totalen Mastektomie wird das gesamte Brustdrüsengewebe sowie die Brustwarze und der Warzenhof entfernt. Die Lymphknoten und Brustmuskeln bleiben dabei in der Regel erhalten.
Zusätzlich zur Brustentfernung werden bei dieser Methode auch die Achsellymphknoten (axilläre Lymphknoten) entfernt, um mögliche Metastasen zu erkennen und zu behandeln. Die Brustmuskeln bleiben erhalten.
Hierbei wird das Brustdrüsengewebe entfernt, aber ein Großteil der Brusthaut bleibt erhalten. Dies erleichtert den anschließenden Brustwiederaufbau (Rekonstruktion) und liefert ein ästhetisch besseres Ergebnis.
Brusthaut, Brustwarze und Warzenhof bleiben erhalten, während das gesamte Druesengewebe entfernt wird. Diese Methode ist nur bei bestimmten Patientinnen geeignet und wird häufig mit einer sofortigen Brustrekonstruktion kombiniert.
Beide Brüste werden entfernt, entweder weil beide von Krebs betroffen sind oder aus präventiven Gründen (z.B. bei BRCA-Mutation).
Die Mastektomie wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Art des Eingriffs zwischen einer und mehreren Stunden. Der Chirurg oder die Chirurgin entfernt das Brustgewebe durch einen Hautschnitt. Anschließend werden Drainagen eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten. Der stationäre Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage.
Viele Frauen entscheiden sich nach einer Mastektomie für einen Brustwiederaufbau (Rekonstruktion). Dieser kann:
Die Rekonstruktion kann mithilfe von Brustimplantaten (Silikon oder Kochsalzlösung) oder mit Eigengewebe (z.B. Lappenplastiken wie der TRAM-Lappen oder der DIEP-Lappen) erfolgen. Alternativ ist auch die Versorgung mit einer Brustprothese möglich, die in einen speziellen BH eingesetzt wird.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Mastektomie bestimmte Risiken:
Nach der Mastektomie ist eine sorgfältige Nachsorge essenziell. Dazu gehören:
Die Entfernung einer oder beider Brüste ist für viele Frauen ein einschneidendes Erlebnis, das das Körperbild, die Sexualität und das Selbstwertgefühl beeinflusst. Eine psychoonkologische Begleitung sowie der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen können dabei helfen, die psychische Belastung zu bewältigen und neue Lebensqualität zu gewinnen.