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Matcha ist ein fein gemahlenes Pulver aus speziell angebautem und verarbeitetem grünen Tee (Camellia sinensis). Im Gegensatz zu herkömmlichem grünem Tee wird beim Trinken von Matcha das gesamte Blatt aufgenommen, wodurch die Konzentration an Wirkstoffen deutlich höher ist. Matcha enthält Koffein, L-Theanin, Chlorophyll, Antioxidantien (insbesondere Epigallocatechingallat, kurz EGCG) sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.
Grundsätzlich kann Matcha in der Schwangerschaft in moderaten Mengen konsumiert werden, jedoch sind einige wichtige Punkte zu beachten. Die größte Sorge betrifft den Koffeingehalt: Eine Portion Matcha (ca. 1 Teelöffel Pulver, etwa 2 g) enthält je nach Zubereitung zwischen 40 und 70 mg Koffein.
Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollten Schwangere ihre tägliche Koffeinzufuhr auf maximal 200 mg pro Tag begrenzen. Ein erhöhter Koffeinkonsum in der Schwangerschaft wird mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht.
Schwangere, die Matcha konsumieren möchten, sollten daher alle anderen Koffeinquellen des Tages berücksichtigen und die Gesamtaufnahme im Blick behalten.
EGCG ist ein starkes Antioxidans, das in Matcha in hoher Konzentration vorkommt. Einige Studien deuten darauf hin, dass sehr hohe Mengen an EGCG die Folsaure-Aufnahme hemmen könnten, was in der Schwangerschaft besonders kritisch ist, da Folsaure für die Entwicklung des Neuralrohrs des Kindes unverzichtbar ist. Bei einem moderaten Matchakonsum (1 Tasse pro Tag) ist dieses Risiko jedoch gering.
Matcha-Pulver kann je nach Herkunft und Qualität Blei und andere Schwermetalle enthalten, da die gesamte Teepflanze verarbeitet wird. Schwangere sollten daher auf hochwertige, geprüfte Matcha-Produkte aus kontrolliertem Anbau achten und Produkte mit Qualitätszertifizierung bevorzugen.
L-Theanin ist eine Aminosäure, die in Matcha natürlich vorkommt und eine entspannende Wirkung hat, ohne Müdigkeit zu verursachen. Es gibt keine ausreichenden Studien, die belegen, dass L-Theanin in den Mengen, die über Matcha aufgenommen werden, schädlich für Schwangere ist.
In bestimmten Situationen ist es ratsam, in der Schwangerschaft gänzlich auf Matcha zu verzichten: