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Der Schleimpfropf (auch Zervixpfropf oder Cervixpfropf genannt) ist eine gallertartige Schleimmasse, die sich zu Beginn der Schwangerschaft im Gebärmutterhals (Zervix) bildet. Er besteht aus einem dichten Netzwerk aus Schleimsekret, das von den Drusen der Zervixschleimhaut produziert wird. Dieser natürliche Verschluss dichtet die Gebärmutter nach außen ab und übernimmt eine wichtige Schutzfunktion für das heranwachsende Kind.
Der Schleimpfropf erfüllt während der Schwangerschaft mehrere entscheidende Aufgaben:
Der Schleimpfropf bildet sich in der Regel kurz nach der Befruchtung der Eizelle, sobald sich der Gebärmutterhals unter dem Einfluss des Gelbkörperhormons Progesteron verändert. Das Zervixsekret wird dicker und viskoser und bildet so den schützenden Pfropf. Er bleibt während der gesamten Schwangerschaft bestehen.
Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn sich der Gebärmutterhals auf die bevorstehende Geburt vorbereitet und sich zu verünnen (effacieren) und zu öffnen (dilatieren) beginnt, löst sich der Schleimpfropf und wird abgehen. Dies geschieht in der Regel in der Spätschwangerschaft ab der 37. Schwangerschaftswoche, kann aber auch früher eintreten.
Der abgegangene Schleimpfropf erscheint häufig als:
Der Abgang kann plötzlich als zusammenhängende Masse oder schrittweise über mehrere Stunden bis Tage erfolgen. Viele Frauen nehmen ihn gar nicht wahr.
Der Abgang des Schleimpfropfs ist ein Zeichen dafür, dass sich der Körper auf die Geburt vorbereitet. Er bedeutet jedoch nicht zwingend, dass die Wehen unmittelbar bevorstehen. Der Zeitraum zwischen dem Abgang des Schleimpfropfs und dem eigentlichen Wehenbeginn kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen oder sogar Wochen betragen.
In folgenden Situationen sollte umgehend medizinischer Rat eingeholt werden:
Der Abgang des Schleimpfropfs sollte nicht mit einem Blasensprung verwechselt werden. Während der Schleimpfropf eine geleerartige, zähe Konsistenz hat, ist Fruchtwasser dünnflüssig, klar oder leicht gelblich und fließt kontinuierlich oder in Schüben ab. Bei Unsicherheit sollte stets eine Hebamme oder ein Arzt bzw. eine Ärztin konsultiert werden.