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Der Storchenbiss (medizinisch: Naevus simplex) ist eine der häufigsten Hautveränderungen bei Neugeborenen und Säuglingen. Es handelt sich um eine flache, rosarot bis kräftig rote Hautverfärbung, die durch lokal erweiterte, oberflächliche Blutgefäße (Kapillaren) in der Haut entsteht. Der Name geht auf den Volksglauben zurück, dass ein Storch das Baby beim Transport im Schnabel gehalten hat und dabei einen Abdruck hinterlassen hat.
Ein Storchenbiss ist vollkommen gutartig und stellt keinerlei gesundheitliche Gefahr für das Kind dar. Er gehört zur Gruppe der sogenannten vaskulären Malformationen, also angeborenen Gefäßveränderungen, und wird manchmal auch als Feuermal oder Lachsfleck bezeichnet.
Storchenbisse zählen zu den häufigsten Hautbefunden bei Neugeborenen. Schätzungen zufolge sind bis zu 40–50 % aller Neugeborenen betroffen. Die typischen Lokalisationen sind:
Storchenbisse im Gesichtsbereich verblassen in der Regel innerhalb der ersten ein bis zwei Lebensjahre. Jene im Nackenbereich können hingegen lebenslang bestehen bleiben, fallen jedoch kaum auf, da sie von den Haaren bedeckt werden.
Ein Storchenbiss entsteht durch erweiterte, nicht vollständig ausgereifte Blutkapillaren in den oberen Hautschichten. Diese Gefäße haben sich während der Embryonalentwicklung nicht vollständig zurückgebildet. Der Storchenbiss ist angeboren und entsteht somit bereits im Mutterleib. Eine genetische Ursache oder externe Einflussfaktoren während der Schwangerschaft sind in der Regel nicht verantwortlich. Es handelt sich schlicht um eine normale Entwicklungsvariante.
Ein Storchenbiss sieht typischerweise wie folgt aus:
Diese Intensitätsschwankungen sind charakteristisch für den Storchenbiss und helfen dabei, ihn von anderen Hautveränderungen abzugrenzen.
Die Diagnose eines Storchenbisses wird in der Regel durch reine Sichtdiagnose gestellt, meist bereits direkt nach der Geburt durch Hebamme, Kinderarzt oder Kinderarztin. Besondere Untersuchungen oder apparative Diagnostik sind in der Regel nicht notwendig. Bei Unsicherheiten kann eine dermatologische Untersuchung erfolgen, um andere Gefäßveränderungen wie ein Hämangiom oder ein Portweinfleck (Naevus flammeus) auszuschließen.
Ein Storchenbiss bedarf in der Regel keiner Behandlung. Er ist vollständig harmlos und verblasst bei den meisten Kindern von selbst:
Da der Storchenbiss keine Beschwerden verursacht, ist eine aktive Therapie nicht indiziert. Eltern können vollkommen beruhigt sein: Ihr Kind braucht keine Behandlung und leidet nicht darunter.
In sehr seltenen Fällen, wenn ein Storchenbiss im Gesicht stark ausgeprägt ist und nicht verblasst, können kosmetische Maßnahmen wie eine Laserbehandlung erwägt werden. Dies ist jedoch eine absolute Ausnahme.
In der Regel ist kein Arztbesuch wegen eines Storchenbisses notwendig. Eltern sollten jedoch ärztlichen Rat einholen, wenn: