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Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das in zwei natürlich vorkommenden Hauptformen existiert: Vitamin K1 (Phylloquinon), das hauptsächlich in grünem Blattgemüse vorkommt, und Vitamin K2 (Menachinon), das von Darmbakterien synthetisiert wird und in fermentierten Lebensmitteln sowie tierischen Produkten zu finden ist. Eine dritte Form, Menadion (Vitamin K3), ist synthetischer Herkunft und wird in bestimmten medizinischen Zusammenhängen eingesetzt. Der Name leitet sich vom deutschen Wort "Koagulationsvitamin" ab, was auf seine Schlüsselrolle bei der Blutgerinnung hinweist.
Vitamin K erfüllt im menschlichen Körper mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Vitamin K ist in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten:
Da Vitamin K fettlöslich ist, wird es in Kombination mit etwas gesundem Fett (z. B. Olivenöl) besser vom Körper aufgenommen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende tägliche Zufuhrmengen für Vitamin K:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt ähnliche Richtwerte an. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend grünem Gemüse deckt den Bedarf bei den meisten gesunden Erwachsenen.
Ein Vitamin-K-Mangel ist bei gesunden Erwachsenen mit normaler Ernährung selten, kann jedoch in bestimmten Risikogruppen auftreten:
Vitamin K1 und K2 gelten bei üblichen Ernährungsmengen als sehr gut verträglich und zeigen kaum toxische Wirkungen, selbst bei höherer Zufuhr. Lediglich die synthetische Form Menadion (Vitamin K3) kann in hohen Dosen toxisch wirken und wird daher in der Nahrungsergänzung nicht empfohlen. Eine Tolerable Upper Intake Level (UL) für Vitamin K1 und K2 wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bisher nicht festgelegt, da keine Hinweise auf Toxizität bei hohen Dosen aus der Nahrung vorliegen.
Vitamin K interagiert vor allem mit Antikoagulanzien (Blutverdünnern) wie Warfarin oder Phenprocoumon. Diese Medikamente hemmen gezielt den Vitamin-K-Kreislauf, um die Blutgerinnung zu reduzieren. Patienten, die solche Medikamente einnehmen, sollten ihre Vitamin-K-Zufuhr möglichst konstant halten und Änderungen in der Ernährung oder bei Nahrungsergänzungsmitteln stets mit ihrem Arzt besprechen.
Vitamin-K-Präparate sind als Vitamin K1, Vitamin K2 (MK-4 und MK-7) erhältlich. Vitamin K2 MK-7 (aus Natto gewonnen) gilt als besonders bioverfügbar und langwirksam. Nahrungsergänzungsmittel werden häufig zur Unterstützung der Knochengesundheit eingesetzt, insbesondere in Kombination mit Vitamin D3 und Kalzium. Bei Risikogruppen (z. B. älteren Menschen mit Osteoporoserisiko) kann eine ärztlich begleitete Supplementierung sinnvoll sein.